4.10 Kulturarbeit in den Quartieren stärken

Während die „Hochglanzkultur“ vor allem in der Landeshauptstadt mit einem hohen finanziellen Aufwand betrieben wird, ist die Lage in den allermeisten Kultureinrichtungen schlecht. Während für Events und Leuchtturmprojekte maßgeschneiderte Finanzierungen gefunden werden, kämpfen immer mehr Kultureinrichtungen in den Quartieren ums überleben. In vielen Kultureinrichtungen in Stadt und Region hat die Selbstausbeutung der dort Tätigen bedrohliche Ausmaße angenommen. Personalabbau, unbezahlte Überstunden, Nacht- und Wochenendarbeit und eine völlige Überlastung der dort ehrenamtlich wirkenden Menschen ist zum Normalzustand geworden. Lebendige Stadtteilkultur, Kulturclubs- und Initiativen, die Freizeitheime und die unabhängigen Theater benötigen mehr finanzielle Mittel. So kann Demokratie, Teilhabe und Bildung konkret im Quartier stattfinden.

DIE LINKE. fordert:

• Die Förderung und Sanierung aller Freizeitheime und soziokultureller Zentren in der Stadt und Region Hannover

• Die freien und selbst organisierten Kulturbereiche sind durch zusätzliche finanzielle Förderung und durch unkomplizierte Bereitstellung entsprechender Flächen und Räume zu unterstützen.

• Für die kulturelle Teilhabe aller BügerInnen sind die Mittel in den Quartieren auszuweiten.