4.6.1 Gescheiterte Strategie: Kostendrückerei auf dem Rücken von Beschäftigten und Patienten

Obwohl die Beschäftigten schon in der Vergangenheit viele Jahre auf Lohn verzichtet hatten, verschlechterte sich die finanzielle Lage des Klinikums weiter. Davon unbeeindruckt, beschloss die Regionsversammlung gegen die Stimme der LINKEN vor zweieinhalb Jahren den Abbau von 400 Vollzeitstellen. Obwohl schon damals viele Beschäftigte, etwa in der Pflege, am Limit arbeiteten. Die Versorgung der Patientinnen und Patienten war schon damals vielfach auf das Notwendigste beschränkt. Trotzdem beschlossen die PolitikerInnen zusätzlich, die Versorgung der Patientinnen und Patienten weiter zu verschlechtern und sie früher als medizinisch anzuraten wieder nach Hause zu schicken. Für DIE LINKE ist das unverantwortlich.

Nun sollte alles gut werden. Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) verbreitete Optimismus. Das Klinikum der Region sei durch die Kürzungen gut aufgestellt, meinte er. Das Gegenteil trat ein. Kurz nach der Regionspräsidentenwahl vor zwei Jahren ließ der wiedergewählte SPD-Regionspräsident dann die Katze aus dem Sack: Schließung der Kliniken in Großburgwedel, Lehrte und Springe. So vom Aufsichtsrat des Klinikums und von SPD und Grünen in der Regionsversammlung gegen die Stimme der LINKEN Ende 2014 beschlossen. Dieser Beschluss erging, ohne die betroffenen Städte und Beschäftigten nennenswert einzubinden. Das Krankenhaus in Großburgwedel schreibt schwarze Zahlen. Das Krankenhaus in Lehrte macht zwar Miese, aber mit abnehmender Tendenz.