4.6.3 Krankenhaus-Neubau im Osten der Region ist unausgegorene Beruhigungspille

Als Ersatz fürs Dichtmachen der Krankenhäuser in Lehrte und Großburgwedel plädiert die Klinikumsgeschäftsführung für den Neubau eines Krankenhauses irgendwo im östlichen Regionsgebiet. Diese Position vertraten lange Zeit auch SPD und Grüne in der Regionsversammlung. Bisher geht die Geschäftsführung für den Neubau von Investitionskosten von 200 Millionen Euro aus. Selbst wenn das Land maximal 50 Prozent dieser Kosten übernimmt, muss das Klinikum noch 100 Millionen Euro plus Zinsen und Tilgung aufbringen. Wenn das Klinikum dieses Geld günstig bekommt – bei drei oder vier Prozent Zinsen und einer jährlichen Schuldentilgung von zwei oder drei Prozent – ergibt sich eine finanzielle Belastung von sieben Prozent im Jahr. Bei 100 Millionen Euro Investitionskosten, die beim Klinikum verbleiben, müssen dann sieben Millionen Euro pro Jahr eingespart werden, um den Neubau zu bezahlen.