5.3 Solidarische Ökonomie

Solidarische Ökonomie ist eine alternative Form des Wirtschaftens, die Teile des Korporatismus und Teile des Syndikalismus in sich vereint. Sie orientiert sich an bedürfnisorientierten, sozialen, demokratischen und ökologischen Ansätzen. Solidarökonomische Projekte sollen grundsätzlich im Dienste des Menschen stehen. Darüber hinaus basiert sie auf der Idee, dass jeder Mensch ein Teil der Gesellschaft und seine Arbeit damit ein entscheidender Bestandteil für den Fortschritt der Menschheit sei.Sozial-Ökologisch-Alternative Stadtentwicklung – Unterstützung der Solidarischen Ökonomie

Zur solidarischen Ökonomie gehören Genossenschaften, die die Stadt mit neuem Leben erfüllen. Sozialunternehmen, die nicht einfach den Unternehmenswert maximieren wollen, sondern auf den gesellschaftlichen Nutzen ihrer Produkte und Dienstleistungen abzielen. Bürger-Energieinitiativen, die sich mit dezentraler Energieerzeugung die Macht von den Energiekonzernen zurückholen und die Produktionsprozesse demokratisch gestalten sowie Vereine und Stiftungen. Ebenfalls ein Teil der solidarischen Ökonomie ist die solidarische Landwirtschaft, Stadtteil- und Gemeinschaftsgärten und Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaften (Direktvermarktung).

Beispiele in der Region Hannover:

• Die Erntegemeinschaft Hannover am Lindener Berg arbeitet auch nach dem Prinzipien der SoLawi.

• Meine Ernte in Everloh vermietet Ackerland zur eignen Nutzung.

• Transition Town Hannover

• Platzprojekt in Hannover-Linden

Als LINKE wollen wir Unternehmen der solidarischen Ökonomie besonders unterstützen, weil sie eine wichtige Rolle in Bezug auf den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft spielen. Die Landeshauptstadt Hannover und die Region Hannover sollten vor allem die europäischen Fördermöglichkeiten nutzen, um Unternehmen der solidarischen Ökonomie stärker zu fördern, denn sie setzen mit unternehmerischen Mitteln soziale und ökologische Ziele um. Solche gemeinwohlorientierte Unternehmen brauchen einen besseren Zugang zur öffentlichen Auftragsvergabe und zu unbürokratischer Hilfe und Darlehen.