6. Dezember 2007

Demonstration gegen Abschiebungen und Abschiebehaft

Aufruf des Bündnisses gegen Abschiebehaft Hannover 

Seit sich am 8. Dezember 2000 der erst 17-jährige Arumugasamy Subramaniam im Abschiebegefängnis in Hannover-Langenhagen das Leben nahm, finden jährlich Demonstrationen gegen Abschiebungen und Abschiebehaft in Hannover und vor dem Gefängnis in Hannover-Langenhagen statt.

In dem tragischen Suizid des Jugendlichen kommt die ganze Brutalität und Unmenschlichkeit der Abschiebemaschinerie zum Ausdruck. Die Abschiebeknäste bilden die Endstation einer rassistischen Politik gegenüber Flüchtlingen und MigrantInnen. Von 1993 bis Ende 2006 starben 351 Flüchtlinge durch staatliche Maßnahmen, davon nahmen sich 50 Menschen in Abschiebehaft das Leben. Wir nehmen seit dem Jahr 2000 den Todestag von Arumugasamy Subramaniam zum Anlass, um an all die Menschen zu erinnern, die durch die deutsche Abschiebemaschinerie umgebracht wurden.

Nicht zuletzt wollen wir mit einer Demonstration am 8. Dezember zum Knast Langenhagen den Inhaftierten unsere Solidarität zeigen.

Wir fordern:

Schließung aller Abschiebehaftanstalten und Lager!

Freie Wahl des Lebensmittelpunktes!

Entkriminalisierung irregulärer Aufenthalte!

Recht auf Bewegungsfreiheit!

Gleiche Rechte für Alle!

11.00 Uhr: Langenhagen Zentrum (CCL)
12.30 Uhr: S-Bahnstation Flughafen

Bündnis gegen Abschiebung Hannover

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe "ausgegrenzt" des Antirassistischen Bündnis Hannover.