30. April 2008

Basis spricht sich gegen Tierversuchsanlage in Kirchrode aus

Votum ist bindend für die Fraktionen in Rat und Regionsversammlung

Der Kreisausschuss der Partei DIE LINKE hat sich gestern fast einstimmig bei nur einer Enthaltung gegen die von Boehringer-Ingelheim in Kirchrode geplante Tierversuchsanlage ausgesprochen. Der Kreisausschuss ist das höchste Gremium zwischen den Mitgliederversammlungen, darin sind alle Basisorganisationen der Partei aus der Region Hannover mit Delegierten vertreten. Zu der Versammlung war auch ein Vertreter der Bürgerinitiative gegen die Tierversuchsanlage eingeladen. Mit dem Beschluss erging zugleich die Aufforderung an die Fraktionen der LINKEN in Rat und Fraktionsversammlung, dort gegen die dafür notwendigen Änderungen im Regionalen Raumordnungsprogramm sowie den Bebauungs- und den Flächennutzungsplanplan zu stimmen.

Ratsherr Jeremy Krstic bezeichnet das Votum als bindend und betont: „Die Lieferungen von Agent Orange für den Vietnamkrieg durch Boehringer-Ingelheim und der Dioxin-Skandal des Unternehmens in Hamburg haben gezeigt, dass Boehringer es mit der Gesundheit der Menschen und dem Erhalt der Natur nicht so genau nimmt. Eigentlich müsste jede Stadt die Ansiedlung einer Versuchsanlage dieses Konzerns verhindern.“ Der umweltpolitische Sprecher der Regionsfraktion, Michael Braedt, ergänzt: „DIE LINKE steht programmatisch gegen Massentierhaltung und eventuelle Gefährdungen der Bevölkerung. Es wundert mich im Übrigen nicht, dass die Grünen der Tierversuchsanlage zugestimmt haben, schließlich sind sie auch für die Elbvertiefung und den Krieg“, so das ehemalige Gründungsmitglied der Grünen.