4. April 2008

DIE LINKE fragt nach Virenforschung an der MHH

Die geplante Forschungseinrichtung der Firma Boehringer Ingelheim in Kirchrode hat die Bürger aufgerüttelt. Mitten im Stadtgebiet sind aber auch andere gentechnische Anlagen entweder im Betrieb oder in Planung, auch im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld gibt es mehrere Forschungseinrichtungen. So ist jüngst ein neues Labor der Sicherheitsstufe 3 an der MHH genehmigt worden. Hier soll an Organismen der Risikogruppe 3 geforscht werden. Diese biologischen Stoffe können schwere Krankheiten beim Menschen hervorrufen.

Der linke Bezirksratsherr Karsten Plotzki hat deshalb im Bezirksrat Buchholz-Kleefeld eine Anfrage gestellt. Darin will er wissen, welche Firmen und Institute gentechnische Anlagen im Stadtbezirk betreiben und wie die Anwohner dieser Einrichtungen über mögliche Sicherheitsrisiken informiert werden.

DIE LINKE spricht sich keineswegs gegen Forschungen der MHH an Aids-Viren aus, es ist schließlich allgemein bekannt, dass der HIV-Erreger nur über direkten Blutkontakt übertragen werden kann. „Als Vater von drei Kindern kann ich jedoch gut verstehen, wenn sich die Anlieger Sorgen machen“, sagt Karsten Plotzki. „Sie haben ein Recht auf umfassende Informationen, welche Anlagen in ihrer Nachbarschaft bestehen und welche Forschungen dort durchgeführt werden. Wenn in der Virologie ein Unfall passiert, kann möglicherweise die ganze Umgebung gefährdet sein, das betreffende Gebäude liegt nur unweit von Kleingartenflächen und Wohnhäusern.“

Der Stadtbezirksrat Buchholz-Kleefeld tagt am 17.04.2008 in den Hannoverschen Werkstätten, Lathusenstr. 20. Die Genehmigungsunterlagen für das Labor in der MHH können bis zum 16. April beim Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hannover eingesehen werden.

DIE LINKE wird in den nächsten Wochen Infotische auf den Wochenmärkten veranstalten und sich der Sorgen der Bürger annehmen.

www.die-linke-buchholz-kleefeld.de