2. April 2008

Standort-Vorschlag für Stadtteilzentrum Südstadt war nicht abgesprochen

Der Bezirksbürgermeister der Südstadt-Bult, Lothar Pollähne (SPD), verstößt mit seinen exklusiven aber nicht zutreffenden Informationen gegenüber der Presse gegen die Verabredungen am Runden Tisch für das Stadtteil- und Kulturzentrum in der Südstadt. An diesem Rundem Tisch ist vereinbart worden, dass die Öffentlichkeits- und Pressearbeit nicht von den einzelnen Mitgliedern sondern von dem Moderator Oliver Kuklinski gemacht wird. Lothar Pollähne als Mitglied des inneren Kreises hat diese Vereinbarung unterschrieben. Die Finanzierung des Runden Tisches ist ermöglicht worden durch einen Haushaltsantrag der LINKEN im Bezirksrat Südstadt-Bult. Es handelt sich hierbei also um öffentliche Gelder.

Zur Sache stellt der linke Bezirksratherr Roland Schmitz-Justen fest: "Es ist falsch, dass wie von Herrn Pollähne behauptet, die Verwaltung mit der evangelischen Athanasiusgemeinde vereinbart habe, das neben der Kirche befindliche Gebäude als Stadtteilzentrum nutzen zu können. Vielmehr hat ein einzelner Mitarbeiter (Dieter Wuttig) der Verwaltung seine Idee für ein Stadteilzentrum beim Runden Tisch vorgestellt. Dieser Mitarbeiter hat deutlich darauf hingewiesen, dass er diese Idee mit niemanden in der Verwaltung bis dato abgesprochen habe." Des weiteren stellt Schmitz-Justen fest "Auch in der Kirchengemeinde war nur eine einzelne Person über die Idee Informiert, der Kichenvorstand ist erst über die vorschnelle Verlautbarung von Lothar Pollähne über dies Idee informiert worden."

Die LINKE im Bezirksrat steht diesem Vorschlag selber kritisch gegenüber, da erstens nicht klar ist, wie ein nebeneinander von einer städtischen Einrichtung, die für jeden offen sein muss, und der Kirchengemeinde, die für Gläubige offen steht, in einem Haus möglich sein soll. Zweitens soll hier nicht, wie von allen Parteien im Wahlkampf versprochen, ein Stadtteil- und Kulturzentrum entstehen, sondern hier könnten bestenfalls Räumlichkeiten für Kulturschaffende geöffnet werden. Deshalb hält die LINKE an der Idee eines Stadtteil- und Kulturzentrum in der ehemaligen Sehbehindertenschule fest.