18. März 2008

DIE LINKE im BZR Südstadt-Bult für Umbenennung der Elkartallee in Annemarie-Renger-Allee

Auch die LINKE Im BZR Südstadt-Bult spricht sich für eine Umbenennung der Elkartallee aus. Der LINKE Bezirksratsherr Roland Schmitz-Justen schlägt eine Umbenennung der Elkartallee in Annemarie-Renger-Alle vor.

Die am 03.März diesen Jahres gestorbene erste weibliche Präsidentin des Deutschen Bundestages ist nach Meinung von Schmitz-Justen mit ihrer Lebensgeschichte auch eine Symbolfigur des Antifaschimus. Sie war ab 1946 nicht nur Leiterin des Büros des SPD-Parteivorstandes in Hannover und dann in Berlin sondern auch Vorsitzende des Zentralverbandes demokratischer Widerstandskämpfer- und Verfolgtenorganisationen. Sie setzte sich für die Umsetzung von Parlamentsreformen ein und bemühte sich um Kontakte zum polnischen und israelischen Parlament.

In Berlin besuchte Annemarie Renger das Augusta-Lyzeum, von dem sie 1934 verwiesen wurde, weil ihr wegen der sozialdemokratischen Gesinnung ihrer Eltern ein notwendiges Stipendium verweigert wurde. Auch ihr Vater wurde von den Nazis verfolgt und mit Berufsverbot belegt. Somit ist Annemarie Renger Repräsentantin des Antifaschismus und Repräsentantin unseres demokratischen Staates.

Mit der Umbenennung soll nicht die städtebauliche Leistung von Karl Elkart bezweifelt werden. Wer aber wie er sich im Dritten Reich schweren Verbrechen schuldig gemacht hat, nach dem darf in Deutschland keine Straße benannt sein.