2. März 2008

Warnstreik Öffentlicher Dienst/Aufruf zur Kundgebung am 04.03.

Solidarität mit den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes!

Das Leben in unserer Gesellschaft wird in entscheidenden Bereichen von öffentlichen Diensten gewährleistet. Der Staat muss sie allen Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stellen: bezahlbar, in guter Qualität und für alle erreichbar.

 

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes befinden sich im Warnstreik. Denn die Arbeitgeber schalten auf stur. Die angebotenen 5 Prozent für zwei Jahre sind eine Mogelpackung, da sie gleichzeitig die Arbeitszeit um 1,5 Stunden verlängern wollen. Jeder 26. Arbeitsplatz würde entfallen. Das Angebot wird von der Inflation aufgefressen und bedeutet für die Beschäftigten ein Minus von 2 Prozent.

Wir sagen: An den Beschäftigten wurde genug gespart!

Gute öffentliche Dienste müssen auch gut bezahlt werden!

Deshalb sagen Krankenschwestern, Müllwerker, ErzieherInnen, Reinigungskräfte, Busfahrer, Sparkassenangestellte oder Schleusenwärter: »Jetzt reicht es uns – jetzt sind wir dran! Wir lassen uns nicht länger hinhalten.«

Die Preise laufen den Einkommen davon. Die Finanzsituation der Kommunen ist so gut wie lange nicht mehr. Die Steuern sprudeln. Städte und Gemeinden hatten im letzten Jahr einen Haushaltsüberschuss von 6,4 Mrd. Euro.

Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst brauchen mehr Geld in der Tasche – wie die in anderen Bereichen auch. Das heißt dann auch: Mehr Absatz im Handel, mehr Nachfrage für die Konsumgüterproduktion – und ein besseres Rentenniveau, denn die Renten sind ja vom Gesamtanstieg der Löhne abhängig. Und die Sozialkassen werden gefüllt.

Deshalb brauchen die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes die Unterstützung Aller in ihrer Tarifauseinandersetzung.