27. Mai 2008

Afghanistan-Kongress in Hannover: Unterstützung gesucht!

Internationaler Afghanistan-Kongress, 7./8. Juni 2008 in Hannover im Kulturzentrum Pavillon

Die Bundesrepublik Deutschland versinkt immer tiefer im Sumpf des grausamen Afghanistan-Krieges. Im Sommer dieses Jahres wird erstmals eine Schnelle Eingreiftruppe der Bundeswehr die dort bereits stationierten ISAF-Verbände verstärken.

Und in Berlin pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass bei der Verlängerung des Einsatzmandats im Herbst eine massive Truppenaufstockung vorgenommen werden soll.

Der Krieg in Afghanistan, den die USA und ihre Verbündeten vor fast sieben Jahren begonnen haben, verstößt gegen das Völkerrecht und tritt alle Gesetze der Menschlichkeit mit Füßen. Er ist - wie Krieg und Besatzung im Irak und die Kriegsdrohungen gegen den Iran - Teil des Projekts zur Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens. In den meisten Regionen Afghanistans herrschen heute Warlords und Drogenbarone; Gewalt, Terror und Drogenhandel prägen den Alltag. Die Bevölkerung lebt in ständiger Angst und unter unwürdigen sozialen Bedingungen. Die ausländischen Truppen werden keineswegs als Befreier, sondern zunehmend als feindliche Besatzer gesehen, gegen die jeder Widerstand gerechtfertigt erscheint.

Was Afghanistan braucht, ist Frieden als Voraussetzung für eine souveräne Demokratie. Der zivile Wiederaufbau und eine soziale Entwicklung können überhaupt erst gelingen, wenn der Krieg beendet und die fremden Truppen abgezogen sind und die somit freiwerdenden Mittel für humanitäre Arbeit zur Verbesserung der Lebensbedingungen genutzt werden. Karitative und humanitäre Hilfsorganisationen bestätigen immer wieder, dass Hilfe am besten dort geleistet werden kann, wo kein Militär vorhanden ist. Es ist ein Skandal, dass für den Krieg ein Vielfaches an Geld ausgegeben wird wie für den zivilen Wiederaufbau!

Die Beendigung des Bundeswehreinsatzes ist noch keine Garantie, eröffnet aber eine Chance für eine friedlichere Entwicklung in Afghanistan. Andere Kriegsparteien würden damit unter Druck geraten, ihre Truppen ebenfalls abzuziehen.

Wir laden ein zu einem Internationale Afghanistan-Kongress am 7./8. Juni 2008 in Hannover. Der Kongress steht unter dem Motto: „Dem Frieden eine Chance - Truppen raus aus Afghanistan!“ Mit Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland, mit Betroffenen aus Afghanistan, mit Kriegsverweigerern und Friedensaktivisten aus Europa und Übersee wollen wir den Unwahrheiten und Verdrehungen der herrschenden Politik von Washington bis Berlin entgegen treten und dem weltweiten Widerstand gegen den Krieg eine Stimme verleihen.


Programm

Samstag 7. Juni Kulturzentrum Pavillon

10.30 – 16.30 Internationaler Afghanistan-Kongress: Dem Frieden eine Chance –Truppen raus aus Afghanistan! (Informationen unter www.afghanistan-kongress.de)

17.00 - 20.00 Plenumsdiskussion: „Deutschland im Krieg“ mit Andreas Zumach, Norman Paech, Katja Maurer, Claudia Haydt.

20.30 „Sieben Witwen“ Theaterstück mit Miriam Jansen und Christa Weber

Sonntag, 8. Juni Kulturzentrum Pavillon

10.30 – 20.00 Abschlussdiskussion: „Dem Frieden eine Chance –Truppen raus aus Afghanistan!“ mit Hermann de Boer, Reiner Braun, Horst Schmidthenner, Peter Strutynski

Ausführliches Programm, Referenten, Ablauf im Internet:  www.afghanistan-kongress.de

Beitrag für Teilnehmende 5,-Euro / 15,- Euro; Spenden werden erbeten


Trägerkreis: Afghanisches Kultur- und Kommunikationszentrum Berlin, attac Deutschland, Bundesausschuss Friedensratschlag, Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Friedens- und Zukunftswerkstatt e. V., Juristen und Juristinnen gegen atomare, biologische und chemische Waffen (IALANA), Kooperation für den Frieden, Verbindungsbüro Soziale Bewegungen der IG Metall, Friedensbüro Hannover e. V.

Die Organisatoren des Kongresses haben folgende Bitten an die Mitglieder und Freunde der LINKEN in der Region Hannover:
1. Für Teilnehmer mit wenig Geld werden Privatquartiere gesucht. Wer sowas zur Verfügung stellen kann, melde sich per Mail unter RaiButen@aol.com oder per Telefon bei Agnes Tel. 813859, vormittags 532-9000.
2. Es werden für den Kongress noch Helfer gesucht, für Anmeldung, Stühle schleppen, Abholen von Referenten u.ä. Wer sich da einbringen möchte (vielleicht auch nur für eine begrenzte Zeit), sollte sich möglichst schnell melden wie oben.
3. Möglichst schnell anmelden.