21. Mai 2008

Bevölkerung wird durch Asbeststaub in Wunstorf-Luthe gefährdet

Rodungsarbeiten zerstören Oberflächenschutz

Mit einem Schreiben an das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit ruft die Fraktion DIE LINKE in der Regionsversammlung Hannover die Fachaufsicht an. Mit Wissen und Duldung der Regionsverwaltung sei von der Fulgurit Holding GmbH auf ihrer Asbestdeponie die schützende Oberfläche aus Spritzmulch und Mutterboden durch Rodungsarbeiten erheblich zerstört worden, heißt es in der Begründung des Schreibens der Linksfraktion. Sichtbar tritt an vielen Stellen der Deponieoberfläche die weiße Asbest-Zementschlamm-Schicht zu Tage. In der bevorstehenden warmen Jahreszeit besteht so die Gefahr, dass der Zementschlamm an der Oberfläche austrocknet und Asbestfasern freisetzt.

 

„Die Region Hannover gefährdet damit die Gesundheit von Bürgerinnen und Bürgern“, so Stefan Müller, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. „Ich hoffe, dass mit diesen Rodungsarbeiten nicht einfach Tatsachen geschaffen werden sollen, um die umstrittene Umsetzung der Altlast zur Deponie nach Lahe gegen den Willen der Bevölkerung durchzusetzen.“ Die Fraktion DIE LINKE fordert, die schützende Schicht unverzüglich wieder herzustellen.

Gleichzeitig bringt die linke Fraktion dieses Thema mit einem Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung der nächsten Regionsversammlung.