10. Januar 2009

Resolution der Gründungsveranstaltung Lisa Hannover, 8. Januar 2009

Wir wollen nicht länger schweigen:

Krieg löst keine Probleme!
Besatzung muss beendet werden!

Die Arbeitsgemeinschaft Lisa steht - mit Bertha von Suttner „Die Waffen nieder!“ -  in der Tradition der sozialistischen Friedenskämpferinnen wie Clara Zetkin und Rosa Luxemburg.

Wir sind der festen Überzeugung, dass Krieg kein Mittel der Politik sein darf.

Krieg tötet immer Unbeteiligte und Unschuldige und schafft nur weitergehende und neue Probleme.

Seit Beginn der israelischen Luftangriffe und der nachfolgenden Bodenoffensive wurden schon mehr als 550 Palästinenserinnen und Palästinenser getötet und über 2500 Menschen verletzt. Unter den Toten befanden sich mehr als 110 Kinder.

Allerdings kann die Kritik am israelischen Vorgehen kein Freispruch für die Politik der Hamas sein, die mit ihren Raketenangriffen die Bevölkerung Israels in ständige Angst versetzt. Damit trägt sie auch dazu bei, dass die israelische Bevölkerung dem militärischen Vorgehen ihrer Regierung in weitem Maße zustimmt.

Die Bevölkerung von Gaza kann sich weder gegen diesen Krieg schützen noch vor ihm fliehen.

Die Sicherheit der Menschen in Israel wird durch diesen gewaltsamen Akt der kollektiven Bestrafung nicht gefördert sondern er heizt die Eskalation der Gewalt weiter an.

Eine sofortige Feuerpause ist unverzichtbar, um den Menschen in Gaza konkret zu helfen. Das hieße Verletzte herauszubringen und Lebensmittel, Medikamente und Verbandsstoffe nach Gaza zu transportieren. Und sie gäbe politischen Bemühungen für eine Beendigung des Krieges überhaupt erst den notwendigen Raum.

Wir fordern:

  • Sofortigen Waffenstillstand von beiden Seiten
  • Anerkennung des Existenzrechts des palästinensischen Volkes!
  • Sofortige Aufhebung der Besatzung des Gaza-Streifens!
  • Aufhebung des Wirtschaftsboykotts!
  • Ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln, Treibstoff und Medikamenten!
  • Sofortiger Stopp aller Siedlungsprojekte in der Westbank!