1. Juli 2015

Sozialticket / LINKE & PIRATEN Gruppe in der Regionsversammlung kritisiert versteckte drastische Preiserhöhung um bis zu 70 Prozent beim TagesTicket S

Endlich haben sich SPD und Grüne in der Regionsversammlung dazu entschlossen, die unattraktive Wertmarke beim TagesTicket S, dem Sozialticket-Tagesfahrschein, wegfallen zu lassen. Die Gruppe LINKE & PIRATEN in der Regionsversammlung begrüßt das, kritisiert aber die damit verbundene versteckte drastische Preiserhöhung beim TagesTicket S. Dieses soll bis zu 90 Cent teurer werden.

Die Wertmarke, die Anspruchberechtigte bisher kaufen müssen, gilt einen Monat und kostet 4 Euro. Da Wertmarkenkäufer im Schnitt 7- bis 8-mal im Monat mit dem TagesTicket S fahren, hätte die Preisanhebung nur rund 53 Cent betragen dürfen, damit sich unterm Strich keine Preissteigerung ergibt. Denn 4 Euro geteilt durch 7,5 ergeben 53 Cent. „Die nun geplante Preisanhebung um bis zu 90 Cent macht im Vergleich zum Preisausgleich von 53 Cent eine Preissteigerung um knapp 70 Prozent aus“, kritisiert Michael Fleischmann, Gruppenvorsitzender von LINKEN & PIRATEN in der Region.

Unabhängig davon fordern LINKE & PIRATEN in der Regionsversammlung ein Sozialticket, das seinen Namen verdient. So darf etwa der Monatsfahrschein, die MobilCard S, nicht mehr kosten als im Hartz-IV-Regelsatz für Mobilität vorgesehen. Das sind derzeit 25,14 Euro im Monat. Dagegen verlangt die Region von den Männern, Frauen und Jugendlichen, die Anspruch auf den Fahrschein haben, je nach Tarifzone zwischen 34,10 Euro für die Tarifzone 1 und 59,40 Euro für alle vier Tarifzonen. „Kein Wunder, dass nur wenige der rund 135.000 Anspruchsberechtigten das Sozialticket nutzen“, unterstreicht Jürgen Hey (Piraten). „Dass unsere Forderungen mit etwas gutem Willen bezahlbar sind, zeigt ein Blick nach Braunschweig. Dort kostet das Sozialticket als Monatsfahrschein nur 12 Euro.“

Michael Fleischmann, Gruppenvorsitzender