24. September 2015

Petition zur Krankenversorgung

Krankenhausbeschäftigte gehen auf die Strasse

Hier informieren wir über eine laufende Petition der Krankenhaus-Gewerkschaft Verdi und rufen zur Teilnahme auf. Dazu der Link unten im Text. Die bundesweite Kampagne soll die Bundesregierung dazu veranlassen auf gesetzlichem Weg eine ausreichende personelle Besetzung in den Krankenhäusern sicherzustellen. Denn der vorherrschende Personalmangel führt dazu, dass die überlasteten Beschäftigten die hygienischen und medizinischen Standards zunehmend nicht mehr aufrechterhalten können mit katastrophalen Folgen für die Bevölkerung, wenn diese im Krankheitsfall ein Krankenhaus aufsuchen müssen.

Die bundesweite Kampagne von Verdi ist eine prima Sache, die jedefrau/jedermann vom Bildschirm aus unterstützen kann ohne selber fahnenschwingend die Strassen zu stürmen wie zum Beispiel die taffen Krankenhausbeschäftigten in Hamburg auf dem Foto und in zahlreichen anderen Städten.

Die dramatische und für die Beschäftigten und Patienten gleichermassen nicht mehr hinnehmbare Situation in der Krankenversorgung wird im Petitionstext von Verdi wie folgt beschrieben:

„Erkrankungen nehmen zu. In Pflege, Therapie und Reinigung wurden zur gleichen Zeit aber massiv Stellen abgebaut. Während in der Schweiz eine Pflegefachkraft 5,5 Patient/innen versorgt und in Polen 9,3, ist eine Pflegekraft in Deutschland für 10,3 Patient/innen zuständig. Damit ist Deutschland europäisches Schlusslicht. Jede/r dritte Patient/in wird Opfer von Komplikationen oder muss krank wieder nach Hause gehen. Der Personalmangel kann sogar lebensgefährlich sein: Eine britische Studie belegt, dass das Risiko, in einem Krankenhaus zu sterben, bei einer schlechteren personellen Betreuung um 26 Prozent erhöht ist. Nicht nur die Patient/innen, auch das Personal leidet unter den Zuständen: Die starke körperliche und emotionale Belastung führt zu Burn-Out und anderen Erkrankungen. Krankenhäuser werden kaputt gespart – und wir alle zahlen dafür mit unserer Gesundheit. Das Gesetz der Ökonomie wird über das Gebot der Menschlichkeit gestellt.“

Die Petition dauert noch bis zum 12.10.2015 und erfordert mindestens 50.000 Unterschriften, damit die Bundesregierung sich mit dem Antrag beschäftigt, vgl. hierzu den untenstehenden Link zum Unterzeichnen der Petition, der zur Website der Bundesregierung führt

DER LINK ZUR PETITION

Zum Unterzeichnen ist es erforderlich Namen, Adresse, Email-Adresse und ein Passwort einzugeben, vgl. hierzu die Website der Bundesregierung. Das Passwort muss aus mindestens 8 Zeichen bestehen und Gross- und Kleinbuchstaben sowie eine Ziffer oder ein Sonderzeichen enthalten, z. B. „Regenbogen1“. Zusätzlich zum Vornamen und Familiennamen kann ein Pseudonym eingegeben werden, muss aber nicht. Wird kein Pseudonym eingegeben, erscheinen bei allfälligen Kommentaren des Users auf der Website die Ziffern der Nutzer-ID, welche der Reihenfolge der Unterschriften entspricht. Die Unterzeichner können zudem wählen, ob auf der Liste der Petenten ihr Name oder (als anonyme Variante) nur die ID-Nummer erscheint.

Die Unterzeichner erhalten eine automatische Antwortmail, die einen Link enthält. Erst dann, wenn der Link bestätigt wurde, wird die Stimme mitgezählt.