9. April 2016

Kosten für unsinniges Stadtbahnprojekt „D-Linie“ immer höher

SPD und Grüne in der Regionsversammlung geben gegen den Widerstand der LINKEN Millionen für ein schlechteres Stadtbahnangebot in Hannover. Die heutige Stadtbahnlinie 10 soll in Zukunft als „D‑Linie“ nicht mehr zum Schauspielhaus und zum Aegi fahren. Damit entfällt für Fahrgäste aus Limmer und Linden-Nord die direkte Anbindung zum Schauspielhaus und zum wichtigen Umsteigepunkt Aegi. Auf der Strecke zwischen Ahlem und dem Raschplatz am Hauptbahnhof sollen zudem die silbernen Stadtbahnen der üstra verkehren. Diese Hochflurbahn braucht Hochbahnsteige, damit die Fahrgäste einsteigen können. Die Limmerstraße in Linden wird deshalb zwischen Leinaustraße und Kötnerholzweg mit einem Hochbahnsteig zugebaut. Für die dortige Bevölkerung ein Schlag ins Gesicht, weil die Limmerstraße ein Lebensmittelpunkt in Linden ist. Die Kosten dieser Verschlechterungen für die Fahrgäste und den Stadtteil Linden-Nord sollten ursprünglich 43 Millionen Euro betragen. Medienberichten zufolge wird der Bau der „D-Linie“ nun mit 63 Millionen Euro zu Buche schlagen.

DIE LINKE.Linden-Limmer lehnt diesen Unsinn ab und kämpft weiter für eine Niederflurbahn, die wie bisher zum Aegi fährt und ohne Hochbahnsteige auskommt. Trotzdem können Menschen mit Behinderungen und mobilitätseingeschränkte Fahrgäste dann ebenerdig und barrierefrei einsteigen. Letzteres klappt sogar noch besser als bei den silbernen Hochflurfahrzeugen mit Hochbahnsteig, weil Fahrgäste mit Rolli, schwerem Gepäck oder Kinderwagen keine Rampe hinauf müssen.