23. Februar 2016

Reichensteuer statt Rassismus - Demo am 22.02.16

Fotos: http://alfapress.de/nopegida0216/

Am 22.02.2016 hatte DIE LINKE Region Hannover unter dem Motto "Reichensteuer statt Rassismus – Menschenrechte verteidigen, imperialistische Kriege beenden" zur antifaschistischen Demonstration gegen Pegida aufgerufen. Trotz teilweise starken Regens folgten Rund 50 Aktivist_innen dem Aufruf und schlossen sich dem Demonstrationszug an, der vom Goseriedeplatz aus über die Kurt-Schuhmacher-Straße Richtung Georgsplatz führte. Auf dem Ernst-August-Platz wurde eine Zwischenkundgebung mit Grußworten des Friedensbüros und der LINKEN Ratsfrau aus Herrenhausen-Stöcken, Sabine Daniels abgehalten. Auf dem Georgsplatz Angekommen gesellten sich die Teilnehmer_innen der Demonstration zu den dort bereits anwesenden Antifaschist_innen; es gab ein weiteres Grußwort von Andreas Brändle (geschäftsführender Landesvorstand DIE LINKE Niedersachsen) und viele Gespräche mit den Aktivist_innen vor Ort.

Während der Demonstration und der Kundgebung wurden Slogans wie "Flüchtlinge bleiben - Nazis vertreiben" oder "der Kampf um Befreiung ist International, Nazis geht nach Hause und lest das Kapital" skandiert.

Die Kundgebung der LINKEN wurde gegen 19:45 Uhr aufgelöst und zahlreiche Aktivist_innen versuchten sich im Anschluss den Rechten in den Weg zu stellen. Dabei kam es zu unverhältnismäßigen Aktionen der Polizei, die Antifaschist_innen auf dem Heimweg aufhielt und und eine größere Gruppe junger Menschen dauerhaft einkesselte.

Johannes Drücker, Kreisvorsitzender der LINKEN Region Hannover erklärt zu den Aktionen gegen Pegida:
"Da es gestern eine angemeldete Demonstration der LINKEN gab, ist es seit langer Zeit wieder Gelungen ein größeres Spektrum von Menschen zu den Protesten gegen Pegida zu mobilisieren. Das war keine Konkurrenzveranstaltung zu den Aktionen der jungen Antifaschist_innen, die seit über einem Jahr ganz hervorragende Aktionen gegen Pegida machen. Unserer Einschätzung nach brauchen wir aber ein Bündnis aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Klientels, das gemeinsam den drohenden neuen Faschismus bekämpft. Deshalb wollten wir durch die Anmeldung einer Demonstration ein Zeichen an all diejenigen setzen, die bisher Hemmungen hatten sich dem antirassistischen Protest anzuschließen. In diesem Sinne wollen wir auch weiter arbeiten und uns mit anderen antifaschistischen und demokratischen Gruppen abstimmen."

Weitere Fotos unter:  alfapress.de/nopegida0216/