2. Februar 2017

Mietspiegel 2017: LINKE & PIRATEN kritisieren Mietanstieg in Hannover und fordern mehr sozial geförderten Wohnraum

Laut dem Mietspiegel 2017 sind die Mieten in Hannover in den letzten zwei Jahren um durchschnittlich 5,6 Prozent gestiegen. Seit 2011 beträgt der Mietanstieg gemäß Medienberichten sogar 11,8 Prozent, deutlich mehr als die Reallohnsteigerung in diesem Zeitraum. „Dabei sollte das Mietrechtsnovellierungsgesetz 2015 - die sogenannte Mietpreisbremse - den Anstieg von Mieten wirksam dämpfen“, sagt Gruppenvorsitzender Dirk Machentanz (LINKE). „Außerdem benötigen wir nach wie vor mehr sozial geförderten Wohnraum in Hannover.“

Besonders für mittlere bis größere Wohnungen ab 65 Quadratmetern haben die Mietpreise in der Landeshauptstadt angezogen. So sind die Quadratmeter-Kaltmieten in ab 1995 gebauten mittelgroßen Wohnungen um bis zu 93 Cent gestiegen. „Das macht schon bei einer 65-Quadratmeter-Wohnung eine monatliche Steigerung von rund 60 Euro, bei 90 Quadratmetern sind es schon rund 84 Euro. Diese Mietpreissteigerung trifft insbesondere Familien mit Kindern“, so der stellvertretende Gruppenvorsitzende Bruno Adam Wolf (PIRATEN). „Im Übrigen sollte der Mietspiegel als Bemessungsgrundlage zur Berechnung der Kaltmieten für Empfänger von Arbeitslosengeld II dienen.“

Der Quadratmeterpreis darf gemäß Gesetzesvorgabe bei einer Neuvermietung nicht über zehn Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Eine Kostendämpfung, wie im Gesetz vorgesehen, befördert jedoch eine stetige Erhöhung der Mieten. Die Ratsgruppe DIE LINKE & PIRATEN tritt für eine wirkliche Mietpreisbindung ein.