26. Januar 2010

Bedingungsloses Grundeinkommen? Vier-in-einem-Perspektive? Vollzeitarbeit?

Entwürfe zukünftiger Arbeits- und Lebensverhältnisse im Streit

Einladung zur Fortsetzung der Programmdebatte am Freitag, 04.02.2001 um 18:30 Uhr in der üstra-Remise, Goethestr. 9, Hannover

Wie wir künftig arbeiten und leben wollen rückt immer mehr ins Zentrum von Alltag und Politik:

Im Zuge der jüngsten Krise des (Finanz)Kapitalismus ist die Zerstörung von Normalarbeitsplätzen, die ein mehr oder weniger sozial abgesichertes Leben ermöglicht haben (bei gleichzeitig permanent steigender Massenarbeitslosigkeit), weiter vorangeschritten. Ausgebaut worden ist auf der Grundlage der rotgrünen Agenda 2010 ein System prekärer Arbeitsplätze (mit Erhöhung der Erwerbsarbeitszeit), das mehr Menschen in Arbeit gebracht hat. Aber der Preis ist, dass sehr Viele davon nicht leben können. Immer mehr Frauen und Männer müssen ihren Alltag zwischen mehreren Mini-Jobs organisieren oder staatliche Subventionen in Anspruch nehmen, wenn sie nicht ganz davon abhängig sind. Selbstbestimmte Verfügung über Arbeit und Zeit rückt in immer weitere Ferne.

Das steht in riesigem Widerspruch zu der Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise mit ihrem Stand der technischen Produktivkräfte: Schon längst wären wir in der Lage, mit sehr viel weniger Zeit und durch Umverteilung des angehäuften Reichtums Weniger das Gemeinwesen zum Wohle und unter Teilhabe Aller zu gestalten.
Auf diesen Widerspruch wird in der linken Bewegung und in der Debatte um den Programmentwurf der Partei Die LINKE mit unterschiedlichen Vorschlägen geantwortet: z.B. bedingungsloses Grundeinkommen, (verkürzte) Vollzeitarbeit oder die Vier-in-einem-Perspektive als radikaler Vorschlag der Umverteilung von Arbeit, Zeit und Reichtum.

Wir wollen mit VertreterInnen dieser Vorschläge in einen produktiven Streit um unser zukünftiges Leben und Arbeiten treten und freuen uns über große Beteiligung.
Eingeladen sind:

Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin der
Bundestagsfraktion DIE LINKE.
Werner Schulten, Mitglied des Parteivorstandes Die LINKE.
Bernhard Jirku, Abt. Sozialpolitik ver.di Bundesvorstand

Moderation:
Jutta Meyer-Siebert, Mitglied im Kreis- und Landesvorstand