9. Juni 2013

DIE LINKE startet mit neuem Kreisvorstand in die Wahlkämpfe

Der neu gewählte Kreisvorstand der LINKEN Hannover. Auf dem Bild sind zu sehen (v.l.n.r.) Brigitte Falke, Anneliese Stromeyer, Jutta Meyer-Siebert, Heidrun Tannenberg, Maren Kaminski (Kreisvorsitzende), Larissa Daniels, Gunda Pollok-Jabbi (Kreisvorsitzende), Conny Jürgens (Kreisschatzmeisterin), Sabine Daniles, Monika Windhorn (stv. Kreisschatzmeisterin). Nicht zu sehen sind: Irene Hagen, Gülten Kelloglu, Sigrid Leuschner, Julia Richter

Die gestrige Kreismitgliederversammlung der LINKEN in der Region Hannover brachte ein bemerkenswertes Ergebnis hervor: in den neuen 14-köpfigen Kreisvorstand wurden ausschließlich Frauen gewählt. Zu Vorsitzenden wurden die Ratsfrau Gunda-Pollok-Jabbi und die Landesgeschäftsführerin Maren Kaminski gewählt. Dem Frauenteam waren Diskussionen um die Umsetzung eines „weiblichen“ Kommunikations- und Führungsstils vorangegangen. Obwohl, wie in anderen Parteien auch, weit weniger Frauen als Männer für solche Ämter kandidieren, waren die jetzt gewählten von der Idee, einen grundsätzlich anderen Weg einzuschlagen, begeistert. Pollok-Jabbi setzt sich in ihrer Ratsarbeit für gleichstellungspolitische Belange ein und fordert immer wieder eine Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände der kommunalen Eigenbetriebe. 

Mit übergroßer Mehrheit beschloss die Versammlung zudem für den 22. September eine eigene Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahlen aufzustellen. Die frisch gewählte Kreisvorsitzende Maren Kaminski bot sich der Versammlung unter großem Beifall als Kandidatin an. Der neueste Sozialbericht der Landeshauptstadt ermuntert die Partei für den Antritt. „Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich weiter. Die etablierten Rezepte reichen nicht aus, um diese Kluft zu schließen. Die vergangenen Landtagswahlen haben bewiesen, dass ein Wechsel der Regierungsparteien noch lange keinen Politikwechsel bedeutet“, so Kaminski.

Die Neuordnung der Kommunalfinanzen ist für DIE LINKE ein Thema, das sie im Wahlkampf gerade zwischen Kommunen und Bundesebene ansprechen will. „Die Kommunen bluten finanziell aus, große Bevölkerungsteile rutschen ins soziale Elend ab. Es wird ein Fachkräftemangel herbeigeredet und gleichzeitig wird viel zu wenig unternommen, um Jugendlichen Zukunftsperspektiven zu eröffnen“, so Kaminski.