31. Januar 2016 Christine Gross

Erfolge im Anti-Echt-Pelz Kampf

Bei der letzten Demo vor dem Modehaus Bogner in Hannover mit dem Regionsabgeordneten Michael Fleischmann

Liebe Freunde, liebe Genossinen, liebe Genossen,

ich freue mich immer wieder riesig, Euch von neuen Erfolgen im Tierschutz berichten können. Das Deutsche Tierschutzbüro, in dem auch ich als aktives Mitglied tätig bin, kämpft seit geraumer Zeit gegen die Einfuhr von Echtpelz und gegen die Produktion von Kleidung aus Echtpelz oder mit Echtpelzbesätzen.

In China werden auf Massentierfarmen unter völlig inakzeptablen Bedingungen Hunde, Katzen, Kaninchen, Chinchillas usw. gezüchtet und auf grausamste Art und Weise gequält und getötet. Nicht selten wird den Tieren das Fell bei lebendigem Leibe abgezogen, um das Fell nicht zu beschädigen. Häufig werden die noch lebenden Tiere entweder zum Sterben in den Dreck oder direkt in kochendes Wasser zum weiteren Verzehr geworfen.

Nun freuen wir uns über großartige Ergebnisse unserer Anti-Pelz-Kampagne. Nachdem das Label HUGO BOSS vor kurzem veröffentlichte, künftig auf die Verwendung von Echtpelz in ihrer Modeherstellung verzichten zu wollen, nun dieses:

"Kein Pelz in meinem Club" Ein erfreulicher Trend setzt sich in der europäischen Clubszene im Moment unaufhaltsam fort: Ob London oder Zürich, München oder Stuttgart-von überall her erreichen uns Meldungen, dass Clubbesitzer Besuchern im Pelzmantel den Zutritt verwehren, Pelze an der Garderobe nicht mehr annehmen und Türsteher durch Tierschützer im Erkennen von Echtpelz schulen lassen. Dass Tierleid und Feiern nicht zusammenpassen, erkennen immer mehr Clubbetreiber. So gestatten der Zürcher Hiltl-Club ebenso wie der Keller Klub in Stuttgart oder der Backstage Club in München keine Pelze mehr in ihren Räumlichkeiten und sorgen damit für heiße Diskussionen. Einige Pelzhändler wehren sich gegen das Verbot und statten Türsteher mit Pelzen aus, um das Ansehen zu retten. Doch egal ob aus europäischer oder asiatischer „Produktion“, ob Pelz von Nerzen aus europäischen Farmen stammt oder von Katzen und Hunden, die in China teils lebendig gehäutet werden-mit Pelz ist immer eine schrecklich grausame Tierquälerei verbunden. Wir freuen uns daher, dass das Umdenken auch in der Clubszene Einzug hält und begrüßen jeden neuen pelzfreien Club!

Zunehmend beteiligt sich auch DIE LINKE. an Tierschutzaktionen. Das ist gut und wichtig, denn so wird nicht nur der Tierwelt geholfen, und auch unser eigener Lebensraum vor dem völligen Zusammenbruch bewahrt - auch und gerade in der Wahlkampfzeit können wir ganz bewußt den Wählerinnen und Wählern unsere Vielfältigkeit und Weitsicht in allen Bereichen des politischen und täglichen Lebens darstellen. Deshalb bitte ich Euch: öffnet die Augen, die Ohren und das Herz auch für den Tierschutz.

In diesem Sinne solidarische Grüße Chrissi