14. November 2014

Erhalt der stationären Gesundheitsversorgung an allen bisherigen Krankenhausstandorten in der Region Hannover

Unter dem Titel "Medizinstrategie 2020" will die Geschäftsleitung des Klinikums Region Hannover (KRH) mit Unterstützung des Regionspräsidenten Hauke Jagau in den nächsten Jahren von den 12 Krankenhäusern des Krankenhausverbundes die drei Krankenhäuser Großburgwedel, Lehrte und Springe schließen. Sie sollen nach den Plänen des KRH durch eine Großklinik im Osten der Region Hannover ersetzt werden.

Das führt in der Konsequenz zu einer drastischen Verringerung der bisherigen wohnortnahen stationären Gesundheitsversorgung in den Umlandgemeinden der Region sowie zum Verlust von mehreren 100 Arbeitsplätzen im KRH.

Das KRH ist eine kommunale Einrichtung. Das begrüßen wir. Aber es agiert wie ein privates Unternehmen, es unterwirft sich dem Spardiktat und der schwarzen Null. Kranke Menschen berauchen Zeitzuwendung, und das kosten Geld. Daran zu sparen geht auf die Knochen der PatientInnen und der Beschäftigten und steht gegen eine Gesundheitsversorgung, die das Wohl der Menschen im Zentrum hat.

Das nehmen wir nicht hin! Das KRH ist unser Krankenhaus!

Wir fordern:

  • Erhalt aller 12 Krankenhäuser des Klinikums Region Hannover
  • Erhalt alleer Arbeitsplätze im Klinikum Region Hannover
  • Verstärkte Kooperation der Krankenhäuser des KRH mit stationären Gesundheitseinrichtungen sozialer Träger in der Region, um auch weiterhin eine wohnortnahe qualifizierte Gesundheitsversorgung zu garantieren
  • Nutzung der Jahresüberschüsse der Region Hannover aus 2013 und 2014, um kurzfristig das Defizit des KRH deutlich zu verringern
  • Die Regionsversammlung in der Region Hannover muss über die "Medizinstartegie 2020" des KRH und die daraus folgenden Konsequenzen in öffentlicher Sitzung entscheiden. Es handelt sich um eine politische Angelegenheit, die nicht im Hinterzimmer einer wirtschaftlich orientierten Tochtergesellschaft der Region entschieden werden darf
  • Die Bundesregierung sowie die Bundesländer müssen das Krankenhausfinanzierungsgesetz mit dem Ziel anpassen, dass eine qualifizierte wohnortnahe Gesundheitsversorgung in Deutschland finanziell durch entsprechende Bundes- und Landeszuschüsse langfristig gesichert wird

Gesundheit darf keine Ware werden!