16. März 2011

Fukushima ist überall - DIE LINKE. Region Hannover unterstützt die Forderungen nach endgültiger Stilllegung aller AKW

Mahnwache vor dem Ernst-August-Platz, 14.03.

Demonstration durch die Innenstadt, 14.03.

Demonstration durch die Innenstadt, 14.03.

Die Vorfälle in Japan haben es wieder gezeigt: Atomkraft ist nicht beherrschbar. Neben dem aufgeschobenem Problem radioaktiven Mülls, das uns konkret auch in Niedersachsen betrifft (Stichwörter Asse und Gorleben), zeigen uns schreckliche Unfälle wie im japanischen AKW Fukushima, dass das, was von der Atomindustrie und den Atombefürwortern in der Politik verharmlosend "Restrisiko" genannt wird, eine reale, tödliche Gefahr für alle darstellt.

Die negativen Auswirkungen der Atomenergie werden sozialisiert, während die Gewinne von wenigen Konzernen, die den Energiemarkt unter sich aufgeteilt haben, eingestrichen werden. Wenn jetzt EON und RWE vom "Primat der Politik" sprechen, wirkt das angesichts der erschütternden Bilder aus Japan wie purer Zynismus. Beim Feilschen um die Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke wurde deutlich, dass die herrschende Politik sich zum willfährigen Handlanger der Atomindustrie hat machen lassen.

Allerdings bietet sich jetzt auch die Chance, dieses Primat der Politik durchzusetzen: Wir alle können dafür sorgen, dass das vorläufige Aussetzen der Laufzeitverlängerung deutscher AKW und die damit verbundene vorläufige Abschaltung der sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke zu einem endgültigen Atomausstieg wird. Das durchsichtige schwarz-gelbe Wahlkampfmanöver der "Überprüfung" der deutschen AKW, die vor dem Gesetz zur Laufzeitverlängerung scheinbar unnötig war, kann der Einstieg in den Ausstieg werden, wenn wir deutlich machen, dass die Mehrheit der Gesellschaft das Ende aller Atomkraftwerke fordert.

Deswegen rufen wir dazu auf, sich zahlreich an der von der Bürgerinitiative Umweltschutz organisierten Demo am Samstag, 19. März um 11:00 Uhr am Opernplatz zu beteiligen. Am Montag, 21. März, findet um 18 Uhr wieder eine Mahnwache an der Kröpcke-Uhr statt.