27. Juni 2012

Kein Werben fürs Sterben - Proteste gegen Sommerbiwak der 1. Panzerdivision

Auch beim 39. Sommerbiwak der 1. Panzerdivision wird es wieder Proteste geben. Der Antimilitaristische Aktionskreis, in dem wir seit mehreren Jahren mit verschiedenen Kräften von der Grünen Jugend bis zur Roten Aktion Kornstraße zusammenarbeiten, hat diesmal aufgerufen, sich am 29. Juni um 16.30 am Kröpcke zur Auftaktkundgebung zu treffen, von da aus gemeinsam zur Stadthalle zu demonstrieren, wo um 18.00 die Kundgebung stattfindet.

Unser Protest richtet sich gegen die Gewöhnung an das Militärische im Alltag. Mit Feiern und Konzerten für karitative Zwecke, mit Werbung für den „sicheren Job“ bei Jobmessen und  in Schulen will die Bundeswehr vergessen machen, was ihre Aufgabe ist: Durch den Umbau zur Berufsarmee und die Umstrukturierung zur Interventionsarmee ist sie zum Instrument der internationalen Machtausübung im Interesse von Wirtschaftsinteressen geworden, die Festlegung des Grundgesetzes auf Verteidigung wurde pervertiert. Unsere Forderungen bleiben:

  • Sofortiger Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und anderen Schauplätzen!
  • Keine Rüstungsproduktion! Verbot aller Rüstungsexporte!
  • Keine Interventionsarmee – am besten keine Bundeswehr!

Die Presse meldete, dass die 1. Panzerdivision Hannover verläßt. Soll das nun der letzte Protest sein? Wohl kaum. Die Panzer bleiben in Luttmersen. Damit im Zusammenhang steht der Ausbau des Fliegerhorsts Wunstorfs für den Militär-Airbus A400M. Dieser soll in der Lage sein, entsprechend der neuen Bundeswehrdoktrin, die Panzer und sonstiges Gerät zu Einsatzorten in aller Welt zu bringen. In der Emmich-Cambray-Kaserne ist seit einiger Zeit die Feldjäger-Schule untergebracht, an der z.B. ein halbes Jahr vor dem arabischen Frühling noch ägyptische Polizisten in „Aufstandsbekämpfung“ geschult wurden. Dies Beispiel zeigt, dass beide Orte durchaus geeignet sind, zur Auseinandersetzung mit der Militärpolitik anzuregen.