7. Juli 2011

Keine Feier mit der 1. Panzerdivision

Am 08.07. begeht "die Stadt Hannover" mit der Bundeswehr das sogenannte Sommerbiwak zum 38. Mal. Wir meinen: achtunddreißig Mal zu viel! Unter dem Motto „Orient und Okzident“ treffen sich die "Spitzen von Verwaltung, Wirtschaft und Politik" mit Offizieren der Bundeswehr und Anhang im Garten der Stadthalle (HCC), um dort bei feinen Häppchen, Schampus und heiterer Musik auf Kosten des Steuerzahlers "Verbundenheit" zu demonstrieren.

Angesichts von inzwischen über 50 getöteten Bundeswehrsoldaten und tausender ums Leben gebrachter Afghaninnen und Afghanen ertragen immer weniger Hannoveraner/-innen diese  menschenverachtenden Zynismus und so beklagt die Madsack-"Neue Presse": „Eine Armee braucht Polizeischutz“.

Um nicht missverstanden zu werden: wir sind gegen Gewalt gegen Personen, hier und in aller Welt! Aber für uns ist Krieg kein Mittel der Politik! Wir lassen auch nicht zu, dass der immer größer werdende Protest gegen diese militär-verherrlichende und -verklärende Veranstaltung diskreditiert und in den Schmutz gezogen wird.

Ca. 1.000.000.000 (Milliarde) Euro kostet uns der Krieg gegen Afghanistan jedes Jahr, ca. 50 Milliarden die Kosten fürs Militär jährlich insgesamt. Gelder, die u. a. dringend für die Bildung unserer Jugend, für die Pflege unserer älteren Mitbürger/-innen benötigt werden!

Seit bald 10 Jahren führt die NATO inkl. Deutschland Krieg gegen Afghanistan, um „am Hindukusch unsere Sicherheit zu verteidigen“. Ergebnis: weniger Sicherheit, weder Demokratie noch Fortschritt sondern nur Tote, Zerstörung und Elend! Da gibt’s nichts zu feiern!

  • Internationales und multikulturelles Friedensfest statt „Sommerbiwak“, die Patenschaft Hannovers mit der 1. Panzerdivision aufkündigen
  • Bundeswehr sofort raus aus Afghanistan – Auslandseinsätze beenden
  • Streitkräfte halbieren, defensiv ausrichten - Rüstungsexporte einstellen