10. März 2011

Leiharbeit boomt auch in der Region Hannover. LINKE fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit! Ein Mindestlohn von 10 € pro Stunde muss her!

„Es ist ein Skandal, dass neue Stellen in der Region Hannover vor allem in der Leiharbeit angeboten werden. Niedrige Löhne sind hier an der Tagesordnung“, erklärt die Kreisvorsitzende Maren Kaminski der LINKEN Region Hannover. Das ergab eine Anfrage der LINKEN bei der Bundesregierung (Bundestagsdrucksache 17/4590). Danach liegt in der Region Hannover der  Anteil der Leiharbeitsplätze an allen offenen Stellen im Januar 2011 bei 40,4 Prozent. Damit einher geht das Wachstum von Niedriglöhnen. Denn während der mittlere Lohn (Medianentgelt) eines Vollzeitbeschäftigten in der Region Hannover auf alle Branchen betrachtet bei 2.880 Euro pro Monat liegt, ist er bei Leiharbeitsbeschäftigten weit darunter.

In Anbetracht dieser Zahlen sagt Detlev Voigt, Kreisvorsitzender der LINKEN Region Hannover: „Die ungleiche Behandlung von regulär Beschäftigten auf der einen und Leiharbeitskräften auf der anderen Seite muss sofort beendet werden. Die LINKE fordert, das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ohne Wenn und Aber ab dem ersten Einsatztag per Gesetz festzuschreiben. Außerdem ist die Einsatzzeit für Leiharbeitnehmer auf längstens drei Monate zu beschränken. So wird die Leiharbeit strikt begrenzt und die Entstehung regulärer Arbeitsplätze gefördert. Der Druck auf die Bundesregierung muss erhöht werden, damit sie ihren Lobbyismus für die Arbeitgeber beendet. Die Beschäftigten dürfen nicht weiter im Regen stehen gelassen werden."

Das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ nutzt nicht nur den Beschäftigten. Auch die Steuerzahler würden entlastet. In der Region Hannover bekommen 16,7 Prozent der Leiharbeitsbeschäftigten Hartz IV-Leistungen, weil in der Regel ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Hierfür wurden allein im Juni 2010 weit über 300.000 Euro in der Region Hannover ausgegeben.