6. November 2014

LINKE & PIRATEN: Erklärung gegen „SuedLink“ analog zu Bürgermeistern aus Nordhessen auf den Weg bringen / Antrag im Springer Rat beschlossen

Für die Südlink-Gleichstromautobahn müssen drei von diesen großen Mastreihen nebeneinander aufgestellt werden, die zudem noch deutlich höher sind als diese Wechselstrommasten.

Um die überflüssige Stromautobahn „SuedLink“ zu stoppen, hat die Gruppe LINKE & PIRATEN einen Antrag in die Regionsversammlung eingebracht. Danach soll die Regionsversammlung Regionspräsident Hauke Jagau beauftragen, analog zur Erklärung von neun Bürgermeistern aus dem Raum Kassel mit anderen Bürgermeistern aus der Region Hannover eine Erklärung gegen die geplante Starkstromtrasse auf den Weg zu bringen.

Auf Initiative der LINKEN hat der Rat in Springe einen ähnlich lautenden Antrag schon beschlossen und Bürgermeister Roger Hische beauftragt, im Sinne dieses Antrags tätig zu werden. Die Erklärung der nordhessischen Bürgermeister stellt die Sinnhaftigkeit der Stromautobahn „SuedLink“ infrage und fordert Bundes- und Landesregierung auf, alternative Lösungen für die Energiewende ernsthaft zu prüfen und die dafür notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Die Grünen signalisierten in der ersten Beratung des Antrags von LINKEN & PIRATEN am 21. Oktober im Umweltausschuss der Region Interesse. Der Antrag wurde daraufhin in die nächste Sitzung des Umweltausschusses am 20. November vertagt.

Den Planungen zufolge wird die Region Hannover massiv von der geplanten monströsen Stromtrasse betroffen sein. „Es nicht einzusehen ist, dass private Unternehmen solch ein Projekt planen und später die Gewinne einstreichen, während die Allgemeinheit die negativen Konsequenzen einer monströsen Stromtrasse ausbaden soll“, begründet Michael Fleischmann, Vorsitzender der Gruppe LINKE & PIRATEN, den Antrag.

Die Hauptverwaltungsbeamten aus dem südlichen und östlichen Raum Kassel drücken in ihrer Erklärung „erhebliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit“ der „SuedLink“-Trasse aus. Die Unterzeichner befürchten negative Auswirkungen auf ihre Erholungs- und Tourismusregion sowie gesundheitliche Risiken für Anwohner und Passanten. Vor allem, so heißt es, sei überhaupt nicht erwiesen, dass eine solch große Stromautobahn im Rahmen der Energiewende zur sicheren Stromversorgung überhaupt notwendig sei. Schließlich könnten viele dezentrale Quellen der Energieerzeugung das geplante Megaprojekt überflüssig machen, argumentieren die Bürgermeister. Sie fordern die schwarz-grüne hessische Landesregierung und die Große Koalition in Berlin auf, alternative Lösungen zu suchen und für entsprechende Rahmenbedingungen zu sorgen.