7. Juli 2015

Musik, Talk und Puppentheater beim Roten Fest

Trotz großer Hitze nahmen auch am Samstag und Sonntag dutzende Genossinnen und Genossen am Roten Fest teil, wenn auch mit etwas geändertem Programm. Die als Fachfrau für Wohnungspolitik eingeladene Caren Lay (MdB) hatte kurzfristig absagen müssen, da sie in Griechenland für ein Nein [OXI] zur Austeritätspolitik der Institutionen warb. Genossinnen nutzten die frei gewordene Zeit, um am Gedenkmarsch für den vor 21-Jahren von einem Polizisten erschossenen Halim Dener zu erinnern.

Eröffnet wurde das Rote Fest am zweiten Tag, nach einer kurzen Rede des Kreisvorsitzenden Johannes Drücker, von dem linken Puppentheater. Die Figurenspieler Marion Wolf und Torsten van der Lubbe vermittelte den anwesenden Kinder und Erwachsenen, „Wie schön teilen ist.“ Für die Kinder gab es auch einen Extra-Kinderpavillon, wo sie mit Pastellin (Knetgummi) Figuren modellieren konnten. Dirk Machentanz und Frank Pharao unterhielten mit dem Stück: Linden-ein Arbeiterlied. Beim Rock gegen Wohnungsnot heizten Gamy General, Grove und Phonogramm auf der Festbühne den Zuhöreren ein. An diversen Ständen konnten sich die Besucherinnen mit Informationsmaterial zu den Themen Wohnungsnot und Hartz IV und der Kampagne DAS MUSS DRIN SEIN informieren.

Der politische Spätschoppen am Sonntagnachmittag begrüßte die ehemalige Jobcenter Mitarbeiterin und Autorin des Buches: Die HartzIV Diktatur, Inge Hannemann. Viele Fragen zur HartzIV-Praxis aber auch zur Grundsicherung wurden von den Besucherinnen, darunter Mitglieder des Arbeitslosenkreises Linden, an Frau Hannemann gestellt. Eingegangen wurde auch Urteile von Sozialgerichten und dem Bundesverfassungsgericht. Inhaltlich ein Highlight der drei roten Tage in Linden.

©Text: Martin Teicher - Fotos: Martin Teicher und Heiko Weichert





Schnappschüsse der Veranstaltung: