17. Mai 2016

SPD und Grüne im Bezirksrat Buchholz-Kleefeld lehnen weitergehende Bürgerinformation zum Kleingartenkonzept ab

Der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld lehnte mit 11 Stimmen von SPD und Grünen Mandatsträgern den Antrag zur Durchführung einer öffentlichen Informations- und Diskusionsveranstaltung zum Kleingartenkonzept und dessen unmittelbaren Auswirkungen auf die Kleingartenkolonien im nördlichen Teil von Kleefeld / Groß-Buchholz ab. Die Linksfraktion forderte diese Informationsveranstaltung in räumlicher Nähe zu den von den Umstrukturierungen betroffenen Kleingärten des KGV Kleefeld e.V. und der Sportanlage des TUS Kleefeld durchzuführen.

Die Vereinsmitglieder und die Bürger sollten auf Wunsch der Linken entsprechend durch die Presse und durch örtliche Aushänge in den Kleingartenkolonien und im Sportverein eingeladen werden. Die Veranstaltung sollte die betroffenen Kleingärtenerinnen und Kleingärtner detailliert und konkret über die im Kleingartenkonzept vorgesehenen Maßnahmen in unserem Stadtbezirk informieren. „Den Bürgern wird die Beteiligungsmöglichkeit genommen. Die Veranstaltung sollte Raum zur Diskussion zu möglichen Alternativen geben. Hier zeigt sich die Mehrheit von Sozialdemokraten und Grünen kompromisslos.

Die grüne Umweltdezernentin Tegtmeyer-Dette machte heute klar, das mit dem bereits im Rat beschlossen Wohnkonzept 2025 der Rahmen für das Wachstum der Stadt beschlossen wurde. Das dem Bezirksrat lediglich zur Kenntnisnahme vorgestellte Kleingartenkonzept dient offenbar nur noch der weiteren Ausgestaltung und Umsetzung der Maßnahmen um Bauland zu gewinnen.“ stellt LINKEN-Bezirksratsherr Karsten Plotzki fest.

„Die Rot-Grün im Rat hat ihr Wahlversprechen und ihren Koalitionsvertrag von 2011 bereits gebrochen, keine Kleingärten zu Bauland umzuwandeln. Wir haben einen Krebs der sich immer mehr in der hannoverschen „Grünen Lunge“ frisst. Wir fordern eine Bürgerbefragung wie zu der Expo 2000 über die weitreichenden Folgen der weiteren Versiegelung von öffentlichen Grünanlagen und Kleingartenflächen zu gunsten des ungebremsten Wachstum in der Stadt Hannover.“ Fraktionsvorsitzende Irene Hagen (Linke), selbst Kleingartenpächterin in einer Kolonie in Kleefeld ist entsetzt: „Hier sollen gut funktionierende Strukturen zerstört werden. Wir haben keine Leerstände und sehen auch nicht die Notwendigkeit einen einzigen Garten herzugeben. Bei uns in den Kleingartenkolonien funktioniert das Miteinander. Hier fühlen sich junge Familien und viele Migranten wohl und nutzen die Gärten kleingärtnerisch und zur Erholung.“