20. Februar 2017

DIE LINKE. Langenhagen: Aktionsbündnis „Rettet die Rieselfelder“ schmückt den Marktplatz

Aktionsbündnis mit Rieselfeldbanner, dabei auch die Linke Ratsvertreterin Felicitas Weck und der Sprecher der LINKEN Langenhagen, Dr. Michael Braedt

Wie die Eilenriede in der Landeshauptstadt Hannover dienen der Stadtpark und die benachbarten Rieselfelder in Langenhagen der Bevölkerung als Erholungsraum und „grüne Lunge“. Während allerdings in Hannover sich weder Politik noch Verwaltung trauen die Eilenriede auch nur anzutasten, gibt es in Langenhagen immer wieder Versuche, die Rieselfelder für den „gehobenen Wohnbedarf“ – sprich Luxuswohnungen – als Bauland auszuweisen. Der letzte und dreisteste Versuch erfolgte seitens der Verwaltung wenige Tage nach der Kommunalwahl, Eichenpark und Rieselfelder als gemeinsame innerstädtische Grünfläche weiterzuentwickeln, obwohl der vorherige Stadtrat ein halbes Jahr vorher sich noch einmütig dafür ausgesprochen hatte.

Die LINKE Ratsvertreterin Felicitas Weck machte als erste diesen Coup presseöffentlich, SPD und Grüne zogen nach und seit 2 Monaten gibt es das Aktionsbündnis „Rettet die Rieselfelder“, in dem neben den genannten Parteien auch der NaBu, der BUND, der Naturschutzverein Langenhagen sowie einzelne Bürgerinnen und Bürger mitarbeiten. Im Vorfeld der Ratssitzung am 28.02. wollte die Verwaltung mit offensiver Unterstützung der BBL eine entsprechende Flächennutzungsplanänderung durchziehen. CDU und FDP halten sich bisher bedeckt, die AFD äußert sich gar nicht (soll ja auch kein Wohnraum für Geflüchtete auf die Rieselfelder).

Daher hat nun das Aktionsbündnis heute am 18.02.2017 seine öffentlichkeitswirksame Marktplatzaktion durchgeführt und große Unterstützung von den Marktbesucher*innen erfahren. Angesichts des öffentlichen Drucks ist die Beschlussfassung im Rat erst mal abgesetzt worden – ein Teilerfolg, auf dem sich das Aktionsbündnis aber nicht ausruhen darf.

Wie aus „gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen“ zu hören ist, geht es bei der geplanten Rieselfeldbebauung um einen Grundstücksdeal von immensem wirtschaftlichen Interesse. Das Grundstück für den geplanten Gymnasiumneubau in der Nähe der Pferderennbahn soll angeblich nur der Stadt Langenhagen verkauft werden, wenn es eine lohnende Kompensation gibt. Die Gerüchteküche nennt als Investor für ein Luxuswohnprojekt auf den Rieselfeldern immer wieder eine einflussreiche Persönlichkeit, die im Rennverein aktiv ist. Zufall? Es bleibt spannend.