23. Oktober 2016 Siggi Seidel

Veranstaltung mit Jan Korte (MdB): Neuer Aufbruch - Radikaler in der Analyse, praktischer im Tun und der Kultur

Jan Korte, stellv. Vorsitzender der Bundestagsfraktion DIE LINKE

Neuer Aufbruch:
Radikaler in der Analyse, praktischer im Tun und der Kultur

Mittwoch, 16. November, 19:00 -22:00 Uhr,
Kurt-Partzsch-Begegnungsstätte der AWO, Woermannstr. 70, 30455 Hannover-Davenstedt

Zu erreichen mit den Buslinien 120 (Haltestelle Altes Dorf) und 581(Haltestelle Woermannstr)

Veranstaltung mit Jan Korte, MdB, stv. Fraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion

Auch wenn die Linke bei der hiesigen Kommunalwahl zulegen konnte, in Berlin erfolgreich war, so zeigen die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern dass die Linke insgesamt verloren hat.

Jan Korte, Politikwissenschaftler M.A., stellvertretender Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, Mitglied im Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung analysiert das Problem der verlorenen Stimmen. In „Neuer Aufbruch, Radikaler in der Analyse, praktischer im Tun und in der Kultur“ stellt Jan Korte seine Thesen auf, die die Ursachen der Verluste der vergangenen Jahre erklären.

Jan Korte wird über seine Schlussfolgerungen sprechen und die Möglichkeit zur anschließenden Diskussion bieten.

Die Linke hatte die Interessen der abhängig Beschäftigten, der Erwerbslosen und der sozial Abgehängten wahrgenommen und die untere Mitte der Bevölkerungsschicht repräsentiert. Heute hat sie diese Wählerschaft zum Teil verloren. Grund sind die ökonomischen Zwänge. In Zeiten des Neoliberalismus rechnen sich viele kaum noch Aufstiegschancen aus und wählen nicht. Jan Korte schreibt von „Abstiegsgesellschaft“, in der Existenzängste und Zukunftssorgen dominieren. Hier sieht er die Chance, die WählerInnen wieder zurückzuholen. Er fordert einen lebensweltlichen Dialog mit den Menschen anstatt eines intellektuellen Diskurses. Gerade mit Blick auf den immer größer werdenden Anteil der Bevölkerung mit Abstiegsängsten und dem Wissen wie der Neoliberalismus den Menschen verändert.

Die AfD macht sich die existenziellen Ängste der Menschen zu Nutze und ist damit erfolgreich. Sie lenkt von ihren eigentlichen Themen die der Aufweichung von ArbeitnehmerInnenrechte und Verlängerung der Lebensarbeitszeit ab, indem sie gegen andere Religionen hetzt. So erreicht sie, dass viele die Auslöser ihrer Ängste in Sündenböcken wie Flüchtlinge und Muslima und Muslime sehen. Über das Wirtschaftssystem, die eigentliche Ursache der Ängste, wird nicht kommuniziert. Die Linke muss hier aufklären und sich für eine grundlegende Umverteilung stark machen.

Der Flyer zur Veranstaltung befindet sich als PDF-Datei im Anhang

Der Link zum Strategiepapier von Jan Korte HIER

Dateien:
Flyer_A5_Korte.pdf1.4 M