29. Juli 2016

Themenplakate zur Kommunalwahl: Wohnen, Grundlage eines guten Lebens

Wohnen, Grundlage eines guten Lebens

Angemessener Wohnraum ist ein Grundbedürfnis, doch Wohnungen sind vielfach zum Spekulationsobjekt geworden. In vielen Städten steigen die Mieten ins Unermessliche, während der soziale Wohnungsbau fast zum Erliegen gekommen ist. Viele Menschen zahlen einen immer größeren Teil ihres Einkommens für Wohnraum oder finden keinen. Soziale Wohnungspolitik ist Teil der Daseinsvorsorge. Wohnungspolitik darf nicht Miet- und Finanzhaien überlassen werden.

In einigen ländlichen Regionen Niedersachsens dagegen gibt es Leerstand von Wohnungen. Hier sind strukturelle Maßnahmen erforderlich, um das Leben auf dem Land wieder attraktiver zu machen.

DIE LINKE fordert:

■Eine nachhaltige Aufstockung der Mittel für den sozialen Wohnungsbau unter öffentlicher Kontrolle. In Niedersachsen müssen jährlich mindestens 15.000 geförderte und barrierefreie Wohnungen gebaut und instandgesetzt werden.

■Verbindliche Vorgaben an Bauinvestoren, einen Teil der neuen Wohnungen als Sozialwohnungen bereitzustellen.

■Den Erhalt und Ausbau kommunaler Wohnungsgesellschaften, die sozialen Wohnungsbau durchführen, günstige Wohnungen für Finanzschwache anbieten und notwendige Sanierungen sozialverträglich durchführen sollen.

■Die kommunale Förderung alternativer Wohnformen wie Genossenschaften und andere kollektive Eigentumsformen.

■Die Verhinderung von Container-Siedlungen und Massenunterkünften. Obdachlose und Flüchtende haben ein Recht auf men schenwürdige Unterbringung und müssen dezentral untergebracht werden.

■Das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum und nötigenfalls die vorübergehende Beschlagnahmung spekulativ leerstehender Wohn- und Büroraume zur Unterbringung von Wohnungslosen und Geflüchteten.

■Unterstützung für Hausprojekte, deren Ziel die Umwandlung von lange leerstehendem Wohnraum ist.