4. Mai 2016

„Nachverdichten statt Bebauen von Kleingärten und Plätzen!“

Linksfraktion fordert Konzept für Ausbau von Dachgeschossen und Blockverdichtung

Die Linksfraktion im Rat will die Potenziale für einen zusätzlichen Wohnungsbau in Hannover durch die Aufstockung von bestehenden Gebäuden und Blockverdichtung untersuchen lassen. Sie bezieht sich dabei auf entsprechende Untersuchungen für die Stadt Frankfurt am Main. Dort könnten mit einem Konzept zur Nachverdichtung insgesamt rund 40.000 Wohnungen neu gebaut werden. Eine Untersuchung der TU Darmstadt und des Pestel-Instituts Hanover hat für ganz Deutschland eine mögliche Anzahl von rund 1,5 Million neuen Wohnungen durch Nachverdichtung errechnet.

„Es ist zu erwarten, dass damit auch in Hannover ein beträchtliches Potenzial für den Wohnungsbau erschlossen werden kann“, argumentiert Fraktionschef Oliver Förste. „Dann müssten keine öffentlichen Plätze und Kleingärten mehr dem Wohnungsbau geopfert werden.“ Zudem sei der Aus- oder Umbau von bestehenden Häusern finanziell wesentlich günstiger als der Neubau. Wenn die Untersuchung ein ausreichendes Potenzial feststellt, soll die Stadt nach den Vorstellungen der LINKEN auch ein entsprechendes Förderprogramm für den Sozialen Wohnungsbau auflegen.