22. Dezember 2015 Christine Gross

Demonstration gegen Echtpelzverarbeitung, Tiermisshandlungen und Tiertötungen

Am 19.12.2015 rief das Kreisvorstandsmitglied Christine Gross, die auch langjähriges aktives Mitglied im Deutschen Tierschutzbüro ist, zu einer Demonstration gegen inakzeptable Umstände bei der Herstellung von Mode mit Echtpelz auf. Die friedliche Demonstration vor dem Pelzhaus BOGNER in der Luisenstraße in Hannover sollte u.a. mit Flyern, Protestschildern und Sprechchören zur Aufklärung über dramatische Hintergründe bei der Echtpelzgewinnung sorgen.

In China gibt es keinen Tierschutz. Dementsprechend bringen die Menschen dort den Tieren auch keinerlei Respekt entgegen. Auf sogenannte Pelzfarmen werden Hunde und Katzen unter unvorstellbar grausamen Umständen gezüchtet, misshandelt und getötet. Den meisten Tieren wird das Fell bei lebendigem Leibe abgezogen. Andere Tiere werden durch Stromstöße im Analbereich getötet, damit das Fell unversehrt bleibt. Es dauert u.U. Minuten, bis das Tier dann endlich sterben kann.

Die Felle werden in Deutschland von Händlern gekauft und dann weiterverarbeitet. Nicht selten wird echtes Hunde- und Katzenfell als Kunstfell verkauft. DENN: aus China importiertes echtes Hunde- und Katzenfell ist meist preisgünstiger als in Deutschland produziertes Kunstfell.

Das Pelzhaus BOGNER verkauft immer noch Echtfell, welches in China gezüchtet wird - im Gegensatz zu Jack Wolfskin, Zalandoo, Zara, H&M usw, die sich öffentlich bewußt GEGEN Echtpelz aussprechen.

Pelzverarbeitung in Deutschland ist auch ein politisches Problem, denn die Pelzeinfuhr aus Ländern wie China muss unbedingt verboten werden. An jedem Echtpelzmantel, an jedem Echtpelzbommel bei Mützen, an jedem Pelzsaum klebt das Blut von misshandelteten Tieren.

In der heutigen Zeit ist es nicht mehr notwendig, auf Echtfell zurück zu greifen, da man Kunstfell genauso schön und genauso warm herstellen kann. Deshalb spricht sich die Linke gegen die Verwendung von Echtpelz für Kleidung, Decken oder ähnlichem aus.

Nicht nur 6 Mitglieder des Kreisvorstandes der Partei DIE LINKE und der Regionsabgeordnete Michael Fleischmann, sondern auch zahlreiche weitere Parteimitglieder unterstützten die Kampagne des Deutschen Tierschutzbüros und zeigten mit Protestschildern und Fahnen Präsenz bei dieser Aktion gegen inakzeptable Missstände im Tierschutzbereich.

An der Protestaktion vor dem BOGNER-Haus beteiligten sich etwa 30 Tierschützer. Mitglieder anderer Parteien (CDU, SPD, Bündnis90/die Grünen) folgten dem Aufruf des Tierschutzbüros trotz Einladung nicht. Die Geschäftsführung gab auch gegenüber der Presse kein Statement über die Aktion ab.