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14. September 2018

Burgdorf: Politiker/innen wollen keine Obstbäume an Feldwegen

Eine für die Natur und die Menschen vorteilhafte Obstbaumallee

Die Politiker/innen haben im Umwelt- und Bauausschuss des Rates den Antrag der LINKEN, Obstbäume an ausgesuchten städtischen Feldwegen zu pflanzen, bei einer Enthaltung einstimmig abgelehnt. Der sandige Boden sei dafür ungeeignet, meinte die Verwaltung. Dieser Auffassung schlossen sich die Kommunalpolitiker/innen an. „Selbstverständlich kann man Obstbäume auch auf sandigen Böden pflanzen“, entgegnete Michael Fleischmann. „Sonst gäbe es in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und hierzulande keine Obstbäume. Man muss die Bäume nur in den ersten Jahren ausreichend wässern, die dann später als Wasserspeicher die sandigen Böden aufwerten.“

Fleischmann stellte den Antrag, nachdem die Gemeinde Harsum bei Hildesheim mit Obstbäumen an städtischen Feldwegen gute Erfahrungen gemacht hat. Dort werden die Obstbäume im Herbst für einen symbolischen Betrag an Einwohner/innen vermietet, die dann ernten können. Das nimmt die Bevölkerung gern in Anspruch. Außerdem wird die Artenvielfalt gefördert. Wenn die Bäume größer sind, profitieren Fledermäuse, Vögel, Bienen, Hornissen und Hummeln davon. Vom Fallobst leben unter anderem der Siebenschläfer, Igel und Amseln. Außerdem können die Bauern dann die Wegeränder nicht mehr widerrechtlich umpflügen. Die Bäume sind zugleich ein Schutz vor Bodenerosion. Das ist vor allem im Frühjahr der Fall, wenn die Felder noch trocken und wenig bewachsen sind.