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15. Oktober 2018

DIE LINKE: Region muss sich an Klage für Nachtflugverbot am Flughafen Langenhagen beteiligen!

Eindeutig durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen schadet nächtlicher Fluglärm der menschlichen Gesundheit und schädigt insbesondere das Herz-Kreislauf-System. „Ich halte es deshalb für einen Skandal, dass die niedersächsische Landesregierung die Ende nächsten Jahres auslaufende Nachtfluggenehmigung für Hannovers Flughafen in Langenhagen verlängern will“, sagt Michael Fleischmann, LINKEN-Fraktionsvize in der Regionsversammlung. „Die Aussage des vom Flughafen vorgelegten Gutachtens, wonach bereits ein ausreichender passiver Schallschutz gewährleistet sei, sodass für die Anwohnerinnen und Anwohner keine Gesundheitsgefahr mehr bestehe, entbehrt jeder Grundlage.“

Fleischmann weiter: „Da die Landesregierung Resolutionen der Kommunen Langenhagen und Isernhagen für ein Nachtflugverbot nachhaltig ignoriert, ist nun der Klageweg zu beschreiten, um den überfälligen Gesundheitsschutz für die Bevölkerung in Burgdorf, Langenhagen, Isernhagen und Garbsen gerichtlich durchzusetzen.“ Diese Kommunen sind vom nächtlichen Fluglärm am stärksten betroffen.

Laut linkem Antrag in die Regionsversammlung soll sich die Region mit 25.000 Euro an der geplanten Klage der Arbeitsgemeinschaft „Besser ohne Nachtflug – Hannover Airport (BON-HA)“ beteiligen. Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) soll sich zudem bei den vom nächtlichen Fluglärm betroffenen Kommunen für eine finanzielle Beteiligung an der Klage der einsetzen. Beteiligen sich die Kommunen, würde die Klage nicht nur mehr inhaltliches Gewicht bekommen, sondern auch möglich werden.

Seit Jahren nehmen die Flugbewegungen in der Nachtzeit am Flughafen Hannover-Langenhagen zu. Sie liegen nach aktuellem Stand vom März dieses Jahres bei 18 Prozent, während der Flugverkehr tagsüber rückläufig ist. Es wäre deshalb für den Flughafen ohne wirtschaftlichen Schaden möglich, die bisherigen Nachtflüge auf die Tagesstunden zu verlegen. Die benachbarten Flughäfen in Hamburg und Bremen sowie in Düsseldorf zeigen, dass so etwas möglich ist. Sie erzielen mit dem Verzicht auf Nachtflüge zudem deutlich höhere Gewinne als der Flughafen Hannover-Langenhagen.

Die Kosten für eine Klage schätzt BON-HA auf mindestens 50.000 Euro. Bisher sind 23.000 Euro an Spenden bei BON-HA eingegangen.

Die Website der Gemeinschaft der Bürgerinitiativen für Burgdorf, Garbsen, Langenhagen und Umgebung sowie des Umweltschutzvereins Isernhagen und Umgebung e.V. finden Sie HIER

Näheres zu Spenden für die Klage für ein Nachtflugverbot auch am Flughafen Hannover können über die Website eingesehen werden.