Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
2. Mai 2018

Hannover: Wegen Anti-IS-Fahne: Polizeiübergriffe auf 1. Mai-Demo des DGB

Kein Protest der Demo-Leitung

Auf die 1. Mai-Demonstration des DGB am vergangenen Dienstag gab es mehrere Übergriffe durch bewaffnete Polizisten.

Kurz nach dem Start des Demonstrationszugs auf dem Küchengartenplatz in Linden stürmten mehrere Polizisten auf den Block der LINKEN zu und rissen den Kreisvorsitzenden der LINKEN Region Hannover, Johannes Drücker, aus der ersten Reihe heraus und führten ihn zur Personalienfeststellung ab. Als Begründung wurde das Zeigen der Fahne der kurdischen Anti-IS-Frauenmiliz „YPJ“ genannt. Die YPJ ist in Deutschland genau so wenig verboten wie ihre Symbole. Trotzdem wurde Johannes Polizeiarrest angedroht, sollte er sich weiterhin an der DGB-Demo beteiligen. Egal ob mit oder ohne YPJ Fahne; die war ohnehin bereits von der Polizei entwendet worden.

Der Polizeiangriff wurde von vielen Demonstrationsteilnehmerinnen und -teilnehmern kritisch begleitet, die Demonstrationsleitung protestierte leider nicht erkennbar gegen den Übergriff.

Am Rande der Abschlusskundgebung auf dem Trammplatz wurden dann zwei weitere Internationalistinnen/Internationalisten von der Polizei mit brutalen Mitteln abgeführt und durchsucht, ihnen wurde offenbar vorgeworfen Luftballons mit den Buchstaben YPJ gehalten zu haben.

DIE LINKE. Region Hannover verurteilt die Polizeieinsätze aufs schärfste! Internationale Solidarität mit unterdrückten Völkern darf nicht kriminalisiert werden. Es ist ein Skandal, dass sich die deutsche Polizei am 1. Mai in Hannover erneut zum Helfershelfer des türkischen Diktators Erdogan gemacht hat, in dem sie versuchte linke Solidarität mit Kurdinnen und Kurden gewaltsam zu unterbinden.

Wir werden auch weiterhin zu unseren kurdischen Genossinnen und Genossen stehen und ihren politischen Kampf gegen den IS und den Diktator Erdogan unterstützen!