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DIDF

Erklärung der DIDF zum Anschlag auf das LINKEN-Büro in Linden

Am vergangen Samstag, den 6. Juni 2020, haben wir, DIDF (Föderation der demokratischen Arbeitervereine) unser gemeinsames Vereinsbüro mit Diether Dehm (Bundestagsabgeordneter in Fraktion DIE LINKE) feierlich eröffnet.

„Linden ist unsere zweite Heimat!“ Das haben mehrere Mitglieder gesagt, die an der Eröffnungsfeier teilnahmen. Alle haben sich so sehr gefreut, dass der Vereinsraum in Linden ist...

...Denn die meisten haben die erste politische Erfahrungen, den ersten Wohnsitz in Linden gehabt, wenn nicht sogar hier geboren. Auf den darauf folgenden Tag – am Sonntag – wurde ärgerlicherweise mit einem Stein die Fensterscheibe unseres Büros eingeworfen.

Selbstverständlich sind solche Angriffe ernst zu nehmen. Deshalb hoffen wir, dass die Polizei so schnell wie möglich den Täter findet. Auch, wenn die Polizei bisher noch am ermitteln ist, nach Augenzeugen sucht und dieser Fall noch offen steht, gehen wir von einem rechten Angriff aus. Schließlich ließ Diether Dehm nach dem Vorfall, der Presse sowie auf seiner Homepage verkünden, dass er seit längerem immer wieder von einem anonymen Anrufer mit rechtem Geschwätz belästigt wird. Laut Diether Dehm kam es am Montag um 18.34 Uhr – der Tag nach dem Steinwurf auf das Büro – erneut zu Drohungen am Telefon, indem es Äußerungen, wie „Scheiß rote Türken. Eure Kristallnacht hat angefangen!“ seitens eines anonymen Anrufer gab.

Wir, die Föderation der demokratischen Arbeitervereine, sehen diesen Angriff am Sonntag nicht nur als Vandalismus oder als eine Drohung an unsere Vereinsmitglieder, sondern es ist ein rechter Angriff auf die Demokratie und Meinungsfreiheit aller demokratisch-fortschrittlich denkenden Menschen.

Denn unsere DIDF-Ortsgruppe in Hannover steht seit 1996 für eine Welt ohne Spaltung, Rassismus und Ungleichheit sowie für eine gerechte und menschenwürdige Zukunft.

Als Migrantenselbstorganisation ist es unsere Aufgabe eine Brücke zwischen deutsche und Nicht-Deutsche zu schaffen, um somit ein besseres Miteinander statt Nebeneinander zu fördern . Denn wer, wenn nicht wir?

Dieses Vereinshaus wird nicht nur für politische Zwecke genutzt. Hier werden unter anderem auch kulturelle Aktivitäten für junge Menschen, für Werktätige, für Frauen und Kinder angeboten. Ziel ist es, Menschen diverser Nationalitäten, die Bildung an kultureller und politischer Teilhabe sowie die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglich.

Es ist kein Geheimnis, dass durch das Erstarken des Rechtspopulismus auf der einen Seite und durch die hetzerische Beiträge der Medien gegen Migrant*innen auf der anderen Seite, dafür sorgte noch mehr Ängste, Hass und somit Spaltungen innerhalb der Gesellschaft zu schüren. Zumindest die allgemeine Berichterstattungen, besonders bei rechten Anschlägen, verlief in den letzten Jahren nur oberflächlich bzw. spekulativ und sind aus dem Grund nicht in der Lage gewesen, komplexe Hintergründe von rechten Straftaten zu erklären.

Und die Gründe, warum wir heute diesen Vorfall lautstark nach außen tragen, liegen darin, wie zuletzt die traurigen Ereignisse zeigten – sei es der Mord an George Floyd in den USA, der rechte Terror in Hanau und Halle oder die Brandanschlägen an Geflüchteten-Heimen – in solche Zeiten unter keinen Umständen zu schweigen und sich nicht einschüchtern zu lassen. Stattdessen gilt, sich mit allen Menschen zu solidarisieren, unabhängig der Religion, sexuelle Orientierung oder Ethnie, die für Frieden und weiterhin für eine sichere Zukunft für alle einstehen. Denn, wir haben es den Opfer der NSU, von Hanau, von Halle aber auch vielen anderen Opfer der rechten Anschlägen versprochen, bei rechten Angriffen nicht weg zu schauen und keinen Halt vor Rassismus zu machen.

Und genau im Streben um unsere Zukunft fängt die gemeinsame Stärke an.

Wenn wir unsere Kräfte bündeln, gegen sozialen Abbau, gegen, Ausbeutung, gegen Ungleichheit und Rassismus. Denn in einer profitorientierten Gesellschaftsstruktur, dient Rassismus dazu, um zu spalten und hält uns auf gemeinsam für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu stehen.

Rassismus ist kein Problem, welches nur die Betroffenen dessen angehen, nein, Rassismus ist ein Problem der gesamten Gesellschaft und es ist notwendig, dass im antirassistischen Bewegung auch diejenigen, die nicht von Rassismus betroffen sind, teilnehmen. Denn nur gemeinsam sind wir stark.
Mehr Verständigung statt Hass, mehr Zusammenhalt statt Spaltung!

DIDF
(Föderation der demokratischen Arbeitervereine)
Nieschlagstraße 26
30449 Hannover


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