Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Kathrin Otte

Gasland Niedersachsen: 2021 Fracking in Aussicht +Bedeutendes der von der Gaslobby-betriebenen EU-Wasserstoffstrategie

Niedersachsen produziert seit langem über 90 % des gesamten "deutschen Erdgases" - unabhängig davon, dass es stante pede ins Ausland verscherbelt wird. Zwar sind die Gasfördermengen seit Jahren rückgängig - der Einfluss der Ergaskonzerne ist es absolut nicht!

Bitte habt präsent, dass die Entscheidung über eine Neuauflage des Fracking-Gesetzes in 2021 fällt! Denkt bitte an das UBA-II-Gutachten, das 48.000 v.a. Schiefergas-Bohrlöcher in Clusterbohrplätzen quer über den norddeutschen Gürtel geschätzt hat - die meisten davon natürlich in Niedersachsen. Und diese Entscheidung  fällt durch Beratung der Fracking-Kommission, die überwiegend mit pro-Fracking eingestellten Instituten besetzt ist. Was sich dort gerade an unglaublicher Erosion demokratischer Grundsätze abspielt - und dies angeblich am "Ende des fossilen Zeitalters" - entnehmt bitte der angehängten PM von Hubertus Zdebel von heute.

Wie groß die Gefahren sind, die von einer unfassbar finanzstarken Öl- und Gasindustrie auf der dringenden Suche nach neuen Geschäftsfeldern ausgeht lest bitte hier unten oder im Anhang. Vor 3 Tagen gab es einen sehr erhellenden Artikel von CEO, Corporate Europe, den ich euch quick & dirty übersetzt habe und den ich euch zu lesen bitte wegen seines hohen informativen Gehalts an Hintergrundinformationen.  Wie sehr wir diese kapitalistische Einflussnahme auf Energiepolitik auf der politische Agenda haben müssen, zeigt sich daran deutlich -  und dann noch die dahinter liegenden Gefahren einer "grauen Wasserstoffproduktion" zudem mit Hilfe einer Renaissance von Kernkraft, die wir zwingend in die Gesamtgemengelage einreihen sollten. Denn es tauchen immer mehr Fürsprecher*innen für die "CO2-neutrale Atomkraft" auf, die die Lücke zu füllen versuchen, die 15 Jahre EEG beim Doch-nicht-Aufbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland geschaffen haben. Da allein die Digitalisierung samt "Industrie 4.0" innerhalb von 10 Jahren die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs verschlingen wird, während wir auch noch andere große Baustellen auf Stromumstellen müssen, ist es kein Wunder, dass nun wieder auf neokoloniale Energie-Bezugsquellen wie Ukraine und Nordafrika - s.u. - gegiert wird.

Deutschland hat bei einer bisherigen Rate von 0,1 % in der EU halbwegs "grün" produziertem Wasserstoff ganze 9 Milliarden € im Rahmen dieser perfiden Abkartung mit der Gasindustrie zugesagt - Ausstieg aus der fossilen Energie ohne klare Vergesellschaftungsvorgaben? Ich behaupte, eine gesicherte Prognose dazu abgeben zu können: Kapitalismus wächst und gedeiht!!! Natur, Umwelt, Gesundheit und Gesellschaft gehen kaputt - und wir müssen dringend handeln!!!

Der ganze Artikel von der NGO “CEO” hier: https://corporateeurope.org/en/hydrogen-hype