PM: Üstra statt Transdev? Die Linke fordert nach S-Bahn-Chaos neuen Betreiber in der Region Hannover
Angesichts des S-Bahn-Chaos in der Region Hannover fordert die Partei Die Linke einen radikalen Kurswechsel in der Verkehrspolitik der Region Hannover. „Dass ein S-Bahn-Unternehmen vor der eigenen Nutzung seines Angebots warnt, ist der letzte Beweis für die Unfähigkeit von Transdev, die S-Bahn in der Region Hannover vertragsgerecht betreiben zu können“, kritisiert Mizgin Ciftci das Unternehmen. „Es ist skandalös: Pendler und Arbeitnehmer bekommen Stress am Arbeitsplatz, während Transdev sich einen Schnitzer nach dem nächsten leistet. Die Region muss den Vertrag spätestens jetzt außerordentlich kündigen“, fordert der Kandidat für das Amt des Regionspräsidenten.
Die Linke will stattdessen eine Neuausschreibung und die ernsthafte Prüfung, ob der Nahverkehr zukünftig in Eigenregie von der Üstra betrieben werden kann. „Kommunale Aufgaben gehören in kommunale Hand, nicht an privatwirtschaftliche Konzerne, die statt auf Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit auf Gewinn aus sind“, sagt Ciftci.
„Ein Nahverkehr aus einem Guss – Stadtbahn, Bus und Regionalzug - ist nicht nur für Fahrgäste zuverlässiger, sondern auch wirtschaftlich und klimapolitisch effizient“, erklärt die Umweltwissenschaftlerin und Kandidatin für die Regionsversammlung,
Ina Sieber.
Die Linke wird spätestens nach der Kommunalwahl das Thema auf die politische Tagesordnung der Regionsversammlung setzen. „Wir dürfen Hunderttausende Fahrgäste in der Region nicht länger im Regen stehen lassen“, so Ciftci.

