PM: Mieten-Notstand in Hannover: Die Linke legt sich mit der Mietenmafia an!
Am 06.12.2025 von 11-16 Uhr organisiert die Linke Region Hannover im Freizeitheim Vahrenwald eine Gesprächsoffensive mit den hannoverschen Mieter*innen, um die Nachbarschaft gegen Mietwucher und Leerstand zu organisieren. Die Aktion findet im Rahmen einer Bundesweiten Kampagne der Partei statt, die sich gegen den Mietennotstand richtet. In Niedersachsen finden gleichzeitig 26 weitere Aktionen statt.
Die Entwicklungen des Wohnungsmarktes in der Stadt Hannover sind dramatisch:
- Zwischen 2010 und 2022 stiegen die Bestandsmieten von 6,43 €/m² auf 7,61 €/m² (+18 %)
- Die Angebotsmieten wurden erhöhten sich im gleichen Zeitraum von 6,37 €/m² auf 10,47 €/m² (+64 %)
- Die Leerstandsquote beträgt 3,5 %.
Die von der Partei die Linke entwickelte Mietwucherapp wurde in Hannover bisher
11.389 genutzt. In 6978 Fällen wurde eine ordnungswidrig zu hohe Miete festgestellt.
In 3126 Fällen war die Miete so überhöht, dass voraussichtlich sogar eine Straftat durch
die Vermietenden vorlag. Mit wenigen Klicks können die Betroffenen die überhöhte
Miete bei der Stadt melden und rechtswidrig überhöhte Mieten zurückverlangen. Diese
Option wurde bisher 250-mal genutzt.
Würden alle in Hannover geprüften Fälle auch gemeldet und durchgesetzt, hätten die
Mieter*innen jährlich über 14,7 Millionen Euro mehr Geld in der Tasche. Die
Verfolgung dieser Fälle liegt in der Verantwortung der Stadtverwaltung, welche bisher
jedoch noch keine Schritte zur Durchsetzung der Rechte ihrer Bürger*innen
unternommen hat. Das ist ein Skandal!
„Während die regierenden Parteien im Bund, Land und Kommunen bei Mietwucher
und Mietenexplosion versagen, organisieren wir die Mieter*innen vor Ort, um
gemeinsam gegen rechtswidrige Mieterhöhungen und Heizkostenabrechnungen
vorzugehen. Es braucht außerdem politischen Druck auf der Straße und im Parlament
für einen bundesweiten Mietendeckel.“ erklärt Aram Ali, Kreisvorsitzender der Linken
Region Hannover.
"Mit unserer Mietenkampagne verfolgen wir den Ansatz, dass wir mit den
Mieter*innen an den Haustüren das Gespräch suchen, ihre Sorgen ernstnehmen und
im nächsten Schritt, sie organisieren, um gemeinsam gegen Mietenexplosionen und
Leerstand vorzugehen.“ erklärt Jana Goschenhofer vom Kampagnenteam der Linken
Region Hannover.
Um den hohen Leerstand und die Wohnungsnot zu bekämpfen, setzt sich auch der
linke Ratsherr Felix Mönkemeyer ein und fordert „Wohnraum ist keine Ware, sondern
ein Grundrecht. Wer Wohnungen leer stehen lässt oder zweckentfremdet, während
Menschen verzweifelt nach einer Bleibe suchen, handelt verantwortungslos. Die Stadt
muss hier konsequent einschreiten und ausreichend Ressourcen für Kontrollen zur
Verfügung stellen.“
Rückfragen an:
Felix Mönkemeyer, 0172 3706547
Aram Ali, 0176 62382341
Neil Hollstein-Schult (Pressesprecher), 0162 203568
Dateien
- PM_Mieten-Notstand_in_Hannover_04.12.25.pdf
PDF-Datei (235 KB)

