PM: Schließungspläne bei VW verhindern – Beschäftigte brauchen Sicherheit und Zukunftsperspektiven
Die Berichte über weitreichende Umbaupläne bei Volkswagen sorgen in der Region Hannover für große Verunsicherung. Medienberichten zufolge könnte die Produktion am VW-Standort Hannover mit dem Auslaufen der aktuellen Modelle bis 2030 eingestellt werden. Zudem ist von einem Abbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen im Konzern sowie möglichen Werksschließungen in Deutschland die Rede.
Für den Kreisverband Die Linke Region Hannover sind diese Entwicklungen ein Alarmsignal und ein Angriff auf die Beschäftigten. Tausende Arbeitsplätze in Hannover sowie zahlreiche weitere Stellen bei Zulieferern, im Handwerk und bei Dienstleistern stehen auf dem Spiel. Volkswagen ist der größte industrielle Arbeitgeber der Region. Eine Schließung oder weiterer Stellenabbau hätte gravierende wirtschaftliche und soziale Folgen für die gesamte Region Hannover.
Maren Kaminski, Bundestagsabgeordnete und Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Hannover, erklärt: „Sollten sich diese Pläne bewahrheiten, wäre das ein schwerer Schlag für Hannover und die gesamte Region. Die Beschäftigten dürfen nicht die Zeche für Managementfehler und eine verfehlte Industriepolitik zahlen. Wir erwarten ein klares Bekenntnis zum Standort Hannover. Schließungen und weiterer Stellenabbau müssen verhindert werden. Statt Kürzungen und Schließungsplänen braucht es Zukunftsinvestitionen, neue Produkte und eine verlässliche Perspektive für die Beschäftigten.“
Die Linke fordert Volkswagen auf, umgehend für Transparenz zu sorgen und Beschäftigte, Betriebsrat sowie Öffentlichkeit nicht länger im Ungewissen zu lassen. Die Transformation der Automobilindustrie darf nicht zulasten der Beschäftigten erfolgen. Statt weiterer Sparprogramme braucht es gezielte Investitionen in klimafreundliche Produktion, Qualifizierung und Zukunftstechnologien.
Auch das Land Niedersachsen steht in der Verantwortung. Als bedeutender Anteilseigner muss es sich klar gegen Werksschließungen und weiteren Stellenabbau positionieren. Versuche, das Volkswagen-Gesetz auszuhöhlen oder die Mitbestimmung der Beschäftigten zu schwächen, müssen verhindert werden. Demokratische Kontrolle und starke Mitbestimmung sind zentrale Voraussetzungen einer zukunftsfähigen Industriepolitik.
„Jetzt ist die Landesregierung gefragt. Ministerpräsident Olaf Lies und die stellvertretende Ministerpräsidentin Julia Hamburg müssen sich klar auf die Seite der Beschäftigten stellen und alle politischen Möglichkeiten nutzen, um die Standorte Hannover und Emden und deren Arbeitsplätze zu sichern. Niedersachsen darf nicht zulassen, dass kurzfristige Renditeinteressen über die Zukunft zehntausender Familien gestellt werden“, erklärt Martina Hamich, Co-Vorsitzende des Kreisverbands Die
Linke Region Hannover.
Die Linke Region Hannover erklärt ihre volle Solidarität mit den Beschäftigten, Betriebsräten und der IG Metall. Sollte sich bestätigen, dass der Standort Hannover infrage steht, wird Die Linke alle politischen Möglichkeiten nutzen, um den Erhalt der Arbeitsplätze, der Mitbestimmung und des Industriestandorts zu unterstützen.

